BaFin Marktmanipulation bei MAN-Aktien?

Die deutsche Finanzaufsicht BaFin untersucht den Handel mit MAN-Aktien. Reine Routine, heißt es, aber immerhin geht es um den Verdacht auf Kursmanipulation.

Frankfurt am Main - Deutschlands oberste Finanzaufsicht BaFin untersucht den Handel in Aktien von MAN  auf mögliche Marktmanipulation. Es handele sich um eine routinemäßige Prüfung, sagte eine Sprecherin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Montag in Bonn.

Sie bestätigte damit in Teilen einen Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL vom Wochenende. Zu möglichen Verdächtigen wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Dem SPIEGEL-Bericht zufolge hat die Dresdner Bank große Bestände an MAN-Vorzugsaktien aufgebaut. "Zehn Millionen Euro an unrealisierten Verlusten sollen bereits jetzt in den Büchern stehen", hieß es.

Mitte April hätten Händler der Allianz-Tochter den Vorstand über ihre Pläne informiert, um die Risiken wieder in den Griff zu bekommen. Eine Sprecherin der Investmentbank Dresdner Kleinwort wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. "Wir kommentieren keine einzelnen Handelspositionen", sagte sie. Der Handel mit Vorzugsaktien deutscher Großkonzerne ist in den Fokus der Öffentlichkeit geraten, seitdem die WestLB Millionenverluste im Eigenhandel erlitten hat. Finanzkreisen zufolge spekulierten die Düsseldorfer auf die Differenz zwischen Stamm- und Vorzugspapieren von VW.

Nach Presseberichten soll die WestLB diese Strategie auch bei Aktien von BMW und Metro verfolgt haben. Die WestLB hat Fehlspekulationen im Eigenhandel bestätigt, Details aber bislang nicht genannt. Mittlerweile ist die BaFin bei dem Institut zu Gange. Auch hier besteht der Verdacht, dass Kurse manipuliert wurden.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.