Commerzbank Schneller voran

Die Commerzbank hat im ersten Quartal dieses Jahres vor allem von der guten Entwicklung des Aktienmarkts profitiert. Nach einem über den Erwartungen ausgefallenen Gewinn in den Monaten Januar bis März will die nach Bilanzsumme zweitgrößte Bank Deutschlands jetzt ihre Prognose für das Gesamtjahr übertreffen.

Frankfurt am Main - Die Commerzbank  sieht sich nach einem starken Auftaktquartal in der Lage, ihre Jahresprognosen zu übertreffen. "Das Erreichte lässt sich zwar nicht auf das Jahr hochrechnen, bestärkt uns jedoch in unserer Zuversicht, dass wir die für 2007 gesteckten Renditeziele übertreffen können", sagte Bankchef Klaus-Peter Müller heute.

Das zweitgrößte deutsche Finanzinstitut geht im laufenden Jahr von einer bereinigten Nachsteuerrendite von mindestens 12 Prozent aus. In den ersten drei Monaten stieg die um Sondereffekte bereinigte Eigenkapitalrendite auf 17,1 Prozent, nach 11,3 Prozent in der entsprechenden Vorjahresperiode. Bei den Erträgen sticht vor allem der Provisionsüberschuss hervor, der mit 847 Millionen Euro gegenüber dem Proforma-Wert des Vorjahres von 772 Millionen Euro kräftig zulegte und die Markterwartungen übertraf.

Die Commerzbank hat im ersten Quartal 2007 vor allem von dem boomenden Aktienmarkt profitiert. Gestützt wurde der Gewinn im ersten Quartal nicht zuletzt von einem Anstieg des Zinsüberschusses um 26 Prozent auf 1,045 Milliarden Euro und einer Verbesserung des Provisionsüberschusses von etwa 14 Prozent auf 847 Millionen Euro.

Bereits im April hatte die Commerzbank Eckdaten für das Ergebnis im ersten Quartal veröffentlicht, da diese deutlich über den Schätzungen der Analysten ausgefallen waren. Der im Auftaktquartal erzielte Nettogewinn lag mit 609 Millionen Euro zwar unter den im Vorjahr erzielten 743 Millionen Euro. Damals war allerdings ein Sonderertrag von 445 Millionen Euro verbucht worden, der vor allem aus dem Verkauf der Beteiligung an der Korea Exchange Bank stammte.

Die Aktien der Commmerzbank schlossen am Dienstag mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 36,51 Euro. Seit Jahresbeginn haben sich die Papiere um mehr als 25 Prozent verteuert, was einen Anstieg der Marktkapitalisierung um fünf Milliarden Euro auf rund 23,8 Milliarden Euro bedeutet. Dafür sorgte die hohe Nachfrage nach Commerzbank-Titeln aufgrund der immer wieder aufkommenden Übernahmespekulationen und der Konsolidierungswelle im europäischen Finanzsektor.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und vwd

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.