Anleger Stimmung auf Rekordhoch

Die Anleger werden immer optimistischer. Diesen Schluss zumindest legt der steigende Sentix nahe. Ein Extremwert, urteilen selbst die Experten.

Limburg - Die Stimmung von institutionellen und privaten Investoren ist im Mai erneut auf einen Rekordwert geklettert. "Die Zeichen stehen weiter auf Aufschwung", teilte das Analyseinstitut Sentix am Montag in Limburg mit. Der Gesamtindex der Sentix-Konjunkturerwartungen sei von 34,7 Punkten im Vormonat auf 40,8 Punkte gestiegen.

Nach einer kleinen Schwächephase zu Jahresbeginn wiesen die konjunkturellen Frühboten damit weiter nach oben. Die Kehrseite sei aber eine erneute Verschlechterung der Inflationserwartungen.

Erstaunlich sei bei der Befragung im Mai, dass sich die ohnehin seit langem sehr positive Lagebeurteilung nochmals verbessert habe. Mit 65 (Vormonat 58,25) Punkten sei "ein Extremwert" erreicht worden. Rund 97 Prozent aller befragten Investoren schätzten die Euroland-Konjunktur "gut" oder "sehr gut" ein. Auch der Erwartungsindex legte von 13,25 Punkten im Vormonat auf 18,75 Zähler erneut deutlich zu.

"So wie das Wetter im April rekordverdächtig freundlich war, so zeigt sich auch die Wirtschaft in blendender Verfassung", hieß es zu der Umfrage unter mehr als 800 Investoren. Inzwischen schätzten 97 Prozent der befragten Investoren die Wirtschaftsentwicklung gut oder sehr gut ein. Die Zeichen stünden weiter auf Aufschwung. Getragen wird die bessere Stimmung Sentix zufolge sowohl von einer besseren Lagebeurteilung und den Erwartungen.

Die Investoren bewerteten die künftige Entwicklung der Konjunktur erneut deutlich besser. Der Teilindex kletterte um gut fünf auf 18,75 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Mai 2006. Dabei waren die professionellen Investoren etwas weniger zuversichtlich als die privaten Anleger.

"Die gute Verfassung der Euro-Wirtschaft hinterlässt jedoch deutliche Spuren in den Inflationserwartungen", warnen die Forscher. Seit mehr als einem Monat rechneten die Befragten mit klar mit steigenden Preisen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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