US-Arbeitsmarkt Nur 88.000 neue Jobs

Das US-Arbeitsministerium hat ernüchternde Zahlen vorgelegt. In den Vereinigten Staaten sind weniger neue Jobs entstanden als von Experten prognostiziert, die Arbeitslosenquote ist gestiegen. Ökonomen sprechen nun von einem wachsenden Druck auf die US-Notenbank.

Washington - In den USA sind im April so wenige neue Arbeitsplätze geschaffen worden wie zuletzt im November 2004. Lediglich 88.000 neue Jobs kamen hinzu, und die Arbeitslosenquote stieg von 4,4 im März auf 4,5 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington am Freitag mitteilte.

Danach schlugen vor allem Entlassungen im Bausektor, im Einzelhandel und im Fertigungsbereich zu Buche. Experten hatten einen Jobzuwachs von wenigstens 100.000 Stellen erwartet, nachdem noch im März nach revidierten Berechnungen 177.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden waren.

Da der gebremste Stellenmarkt die Löhne drücken und die Ausgabenfreude der Verbraucher dämpfen könnte, sehen Ökonomen nun einen wachsenden Druck auf die Notenbank, die Zinsen in naher Zukunft zu senken. Ein entsprechender Schritt wird aber noch nicht von der nächsten Sitzung der Fed in der kommenden Woche erwartet.

Wahrscheinlich sei aber ein Hinweis auf die Risiken für das Wirtschaftswachstum, zitiert die Agentur Bloomberg Chefökonom Jeffrey Roach von Horizon Investments in Charlotte (North Carolina). "Wir dürften eine Zinssenkung bis zum Jahresende sehen."

manager-magazin.de mit Material von dpa

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