Quartalszahlen Linde verdreifacht Ergebnis

Der Industriegasekonzern Linde hat im ersten Geschäftsquartal dreimal so viel Gewinn eingefahren wie im Vorjahreszeitraum. Die Integration des britischen Konkurrenten BOC brachte Einmaleffekte, soll aber auch dauerhaft das Wachstum des Konzerns befördern.

München - Nach der Übernahme des britischen Konkurrenten BOC hat der Linde-Konzern  seine Position als neuer Weltmarktführer bei Industriegasen weiter ausgebaut. In den ersten drei Monaten sei der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 9,4 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro gestiegen, teilte Linde am Freitag in München mit.

Das operative Ergebnis legte um gut 10 Prozent auf 569 Millionen Euro zu. Unter dem Strich machte Linde auch begünstigt durch den Verkauf von Unternehmensteilen einen Gewinn von 458 Millionen Euro nach 135 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

"Wir haben den Konzernumbau erfolgreich abgeschlossen und sind in neuer Aufstellung dynamisch in das Geschäftsjahr 2007 gestartet", erklärte Vorstandschef Wolfgang Reitzle am Freitag. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern wie bisher einen Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis. "Wir wachsen stärker als der Markt und sind gut unterwegs, um unsere kurz- und mittelfristigen Ziele in vollem Umfang zu erreichen", erklärte Reitzle. 2010 soll der operative Konzerngewinn bei mehr als drei Milliarden Euro liegen. Dabei baut Linde auch auf Einsparungen im Zug der Integration von BOC.

Im Gasegeschäft kam Linde im ersten Quartal auf ein Umsatzplus von bereinigt 7,8 Prozent auf 2,249 Milliarden Euro. Der operative Gewinn (Ebitda) der Sparte nahm um 6,5 Prozent auf 556 Millionen Euro zu. Linde traut dem weltweiten Gasemarkt für die nächsten Jahre ein jährliches Wachstum von rund 7 Prozent zu. Linde selbst will mittelfristig kräftiger wachsen als der Markt. Das Spartenergebnis soll überproportional steigen.

Im Anlagenbau nahm der Umsatz im Auftaktquartal um kräftige 42,7 Prozent auf 498 Millionen Euro zu. Der operative Gewinn kletterte um 46,7 Prozent auf 44 Millionen Euro. In diesem Segment rechnet der Konzern weiterhin mit einer deutlichen Steigerung von Umsatz und Ergebnis.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.