BMW Zahlen im Magermix

Modellwechsel belasten die Verkaufszahlen: Der erfolgsverwöhnte Autobauer BMW ist mit einem Gewinnrückgang von rund einem Drittel ins Jahr 2007 gestartet. Der Konzern hält seine Prognosen für das Jahr aber aufrecht.

München - Das Ergebnis vor Steuern sackte im ersten Quartal um 34,3 Prozent auf 852 Millionen Euro ab, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahreszeitraum war allerdings ein Buchgewinn von 375 Millionen Euro aus dem Verkauf von Anteilen am britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce angefallen.

Bereinigt um diesen Sondereffekt sank das Vorsteuerergebnis um 11,7 Prozent. Als weitere Ursachen für den Rückgang nannte BMW  die Schwäche von US-Dollar und japanischem Yen sowie die Anlaufkosten für Modellwechsel bei volumenstarken Typen. Nach Steuern brach das Ergebnis um 38,1 Prozent auf 948 Millionen Euro ein. Die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge stieg im ersten Quartal minimal auf 333.276.

Zudem bestätigte das Unternehmen die Prognosen. Im Gesamtjahr erwartet BMW weiterhin einen operativ höheren Gewinn auf einer um Sondereffekte bereinigten Basis. Damit würde BMW die Prognose erfüllen, sobald das Vorsteuerergebnis die Marke von 3,75 Milliarden Euro übertrifft.

Zwischen Januar und Ende März sei das Vorsteuerergebnis von 1,296 Milliarden Euro im Vorjahresquartal auf 852 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit. Mit dem Wert wurde die Konsensus-Schätzung der Analysten fast punktgenau erreicht.

Unterm Strich sackte der Gewinn von 948 Millionen Euro auf 587 Millionen Euro ab und lag damit über den Prognosen, die bei 563 Millionen Euro gelegen hatten.

3,75 Milliarden Euro als Ziel

3,75 Milliarden Euro als Ziel

Im vergangenen Jahr hatte BMW bei einem Umsatzplus von 5 Prozent auf 49 Milliarden Euro den Nettogewinn um 28,4 Prozent auf 2,874 Milliarden Euro erhöht. Vor Steuern war ein Ergebnis von 4,124 Milliarden Euro erzielt worden. Neben dem Erlös aus der Umtauschanleihe hatten sich auch Wechselkurseffekte und steigende Rohmaterialkosten mit 844 Millionen Euro belastend ausgewirkt. Hier geht der Vorstand den aktuellen Aussagen aus dem Quartalsbericht zufolge weiterhin von einer Entspannung aus. Zwar werde es weiterhin negative Einflüsse geben, aber in geringerem Umfang.

Weiter rückläufig ist die Rendite im Automobilbereich. Mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro bei einem um 20 Prozent auf 609 Millionen Euro gesunkenen Gewinn vor Steuern ergab sich eine Marge von nur noch 5,3 Prozent nach 6,9 Prozent im Vergleichsquartal des Vorjahres.

2006 hatte die Rendite bei 6,3 Prozent gelegen nach 6,5 Prozent im Vorjahr. Für 2004 hatte BMW noch 7,4 Prozent ausgewiesen.

Im Gesamtjahr erwartet BMW weiterhin einen operativ höheren Gewinn auf einer um Sondereffekte bereinigten Basis. Damit würde BMW die Prognose erfüllen, sobald das Vorsteuerergebnis die Vorjahresmarke von 3,75 Milliarden Euro übertrifft. Ob der Konzern auch an das unbereinigte Ertragsniveau von mehr als vier Milliarden Euro heranreichen kann, hat der Vorstand bislang noch nicht erklärt. Wie weit der Vorjahreswert nun übertroffen wird, hängt laut Unternehmen vor allem von der Entwicklung der Rohstoffpreise und der Wechselkurse ab.

Im hart umkämpften US-Markt hat BMW im April nach eigenen Angaben deutlich weniger Preisnachlässe gewährt. Das sagte Finanzchef Stefan Krause am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Der US-Markt ist seit Jahren von einer Preisschlacht geprägt, der sich selbst Luxusanbieter wie BMW nicht entziehen konnten.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters, vwd

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