Mehr Gewinn MAN hebt Prognose an

Die Geschäfte bei MAN laufen besser als erwartet. Nach einem starken ersten Quartal hat der Lastwagen- und Maschinenbaukonzern seine Prognose für das Jahr 2007 angehoben. Vor allem die schweren Lkw sind gefragt.

München - MAN  hat im ersten Quartal deutlich mehr Gewinn eingefahren. Das operative Ergebnis kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 51 Prozent auf 318 Millionen Euro, wie der Konzern am Donnerstag in München berichtete. Nach Steuern stieg der Gewinn auf 228 Millionen von 154 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 15 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu.

Die Umsatzrendite verbesserte sich auf 9,6 von 7,4 Prozent. Mit den Zahlen übertraf MAN die Prognosen von Analysten, die im Schnitt einen Umsatz von 3,2 Milliarden Euro, ein operatives Ergebnis von 276 Millionen Euro und einen Gewinn nach Steuern von 203 Millionen Euro erwartet hatten.

Für das Gesamtjahr hob MAN seinen Ausblick an. Der Umsatz soll nun gegenüber dem Vorjahr um rund 10 Prozent wachsen. Bisher war nur ein Umsatzplus von mindestens 5 Prozent angepeilt gewesen. Der operative Gewinn soll stärker als der Umsatz steigen.

Wie MAN weiter mitteilte, zog der Auftragseingang um 0,9 Milliarden Euro auf 4,8 Milliarden an. Im Gesamtjahr soll der Auftragseingang die Größenordnung des Vorjahres von 16,6 Milliarden Euro erreichen. Auf dem Weg zu einer Lastwagen-Allianz von MAN und dem schwedischen Konkurrenten Scania  sollen im Frühjahr die Gespräche wieder aufgenommen werden. In das Bündnis will Volkswagen  sein Lkw-Geschäft in Brasilien einbringen.

"Die MAN Gruppe bleibt auf der Erfolgsspur", sagte MAN-Chef Hakan Samuelsson. "Wir sind sehr gut ins Geschäftsjahr gestartet. Alle Geschäftsbereiche haben ihre Performance weiter verbessert." Das prozentual stärkste Ergebnisplus zeigte der Bereich Turbomaschinen: Das operative Ergebnis stieg hier um 80 Prozent auf 18 Millionen Euro.

Nutzfahrzeug-Sparte legt kräftig zu

Die größte Sparte MAN Nutzfahrzeuge erhöhte ihr operatives Ergebnis um 58 Prozent auf 201 Millionen Euro. Der Umsatz der Sparte legte um 18 Prozent auf 2,239 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang stieg um 33 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Der kräftige Zuwachs sei vor allem auf den Lkw-Bereich zurückzuführen, hieß es. Hier stieg der Auftragseingang wegen der starken Nachfrage nach schweren Lkw um 45 Prozent auf 3,184 Milliarden Euro. In der Bussparte ging der Auftragseingang dagegen um 27 Prozent auf 326 Millionen Euro zurück.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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