Continental Voll in der Spur

Continental ist gut ins Jahr gestartet und hat mit seinem Ergebnis die Erwartungen von Analysten klar übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um 24 Prozent auf knapp 437 Millionen Euro zu. Entsprechend optimistisch zeigte sich der Autozulieferer, im Gesamtjahr Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn einzufahren.

Der Autozulieferer Continental  ist mit Schwung ins Jahr gestartet. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,8 Prozent auf 3,96 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 24 Prozent auf 436,8 Millionen Euro. Das erste Quartal sei besser als erwartet verlaufen und von einer "insgesamt befriedigenden Entwicklung" der Automobilproduktion insbesondere in Europa und Asien geprägt gewesen, teilte Continental am Mittwoch in Hannover mit. Conti sei "sehr zuversichtlich", Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr auf neue Rekordwerte zu steigern.

Die Umsatzrendite stieg von 9,8 Prozent vor einem Jahr auf 11,0 Prozent. Während die Marge in den Sparten Pkw-Reifen (13,7 Prozent), Lkw-Reifen (8,2 Prozent) sowie ContiTech (12,2 Prozent) zulegte, ging sie bei der Sparte Automotive Systems von 10,6 auf 10,1 Prozent zurück. Grund sei die Integration der im vergangenen Sommer von Motorola  übernommene Autoelektroniksparte, hieß es.

Im ersten Quartal steuerte die einstige Motorola-Sparte 284,6 Millionen Euro zum Konzernumsatz und 6 Millionen Euro zum operativen Konzerngewinn bei. Die Umsatzrendite der Sparte lag damit bei rund 2 Prozent. Der Anfang des Jahres übernommene britische Schlauhersteller Thermopol trug im ersten Quartal 7 Millionen Euro zum Konzernumsatz bei.

"Wir haben ein sehr gutes erstes Quartal verbucht, das von einer insgesamt befriedigenden Entwicklung der Automobilproduktion insbesondere in Europa und Asien geprägt war", sagte Conti-Chef Manfred Wennemer. Positiv habe sich auch der erhöhte Absatz von Pkw-Reifen an Privatkunden in Europa und Nordamerika ausgewirkt. Hier habe Conti "signifikante Ergebnisverbesserungen erzielt", sagte Wennemer.

Zugleich bekräftigte der Conti-Chef seinen Ausblick fürs Gesamtjahr. "Mit den positiven Ergebnissen der ersten drei Monate im Rücken sind wir sehr zuversichtlich, Umsatz und absolutes operatives Ergebnis erneut zu verbessern und damit unsere Jahresziele verlässlich zu erreichen", sagte Wennemer. "Wir sehen jedoch nach wie vor einen erheblichen Unsicherheitsfaktor bei den Rohmaterialkosten, bei denen wir derzeit insgesamt eine Stabilisierung auf hohem Niveau erwarten." Ursprünglich hatte Conti im laufenden Jahr mit einer Entlastung bei den Rohstoffpreisen gerechnet, diese Prognose aber bereits im Februar relativiert.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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