Sal. Oppenheim Mehr verdient als je zuvor

Europas größte Privatbank Sal. Oppenheim hat im vergangenen Jahr das beste Ergebnis ihrer 218-jährigen Geschichte erzielt. Jetzt will das Geldhaus weiter zulegen - und stellt am Stammsitz in Köln 200 neue Leute ein.

Köln - Die Privatbank Sal. Oppenheim hat im vergangenen Jahr ein Rekordergenis erzielt und setzt das Wachstum im In- und Ausland fort. Im Geschäftsjahr 2006 sei das Vorsteuerergebnis um rund 9 Prozent auf 309 Millionen Euro gesteigert worden und habe damit den höchsten Stand der 218-jährigen Unternehmensgeschichte erreicht, sagte Matthias Graf von Krockow, Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter.

Insgesamt wurden die Erträge in der gesamten Sal.-Oppenheim-Gruppe um 12 Prozent auf rund 1,1 Milliarden Euro gesteigert. Für das laufende Jahr rechne die Privatbank mit einer leichten Steigerung des operativen Ergebnisses, sagte von Krockow. Die Bank will nun in Köln 200 Menschen zusätzlich einstellen, so dass am Stammsitz in der Domstadt künftig 1100 Frauen und Männer bei Sal. Oppenheim arbeiten werden.

Zum Gesamtergebnis haben die Geschäftsfelder Asset Management 119 Millionen Euro, Private Banking 129 Millionen, Financial Markets 127 Millionen und Corporate Finance 68 Millionen Euro beigesteuert. In einem günstigen Kapitalmarktumfeld sei das Geschäft sowohl im Inland also auch international ausgeweitet worden.

"Derzeit erwirtschaften wir rund ein Drittel der Erlöse im Ausland. Mittelfristig soll dieser Anteil auf rund 50 Prozent wachsen", sagte von Krockow. Damit ziele die Wachstumsstrategie auf ein ausgewogenes Verhältnis des nationalen und internationalen Geschäfts. Um die Wachstumschancen im Ausland voll ausschöpfen zu können, werde in Luxemburg die neue Konzernobergesellschaft Sal. Oppenheim jr. & Cie gegründet und als Basis für die weitere internationale Expansion genutzt.

Bereits in den vergangenen zwölf Monaten hatte die Privatbank ihre Auslandsaktivitäten verstärkt. So wurde eine Beteiligung an der Prader Bank in Bozen erworben und der Bereich Alternative Investments durch die Akquisition der Attica Gruppe und den Einstieg bei Integrated Asset Management (IAM) verstärkt. In Frankreich weitete die Bank ihr Geschäft durch die komplette Übernahme des Asset Managers Franciere Atlas aus. Und in Amerika sicherten sich die Kölner zudem 10 Prozent der an der Investmentbank Miller Buckfire.

manager-magazin.de mit Material von dpa und vwd

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