Altana Kraftvoll auch nur mit Chemie

Der Spezialchemiekonzern Altana hat seinen Gewinn im ersten Quartal unerwartet kräftig gesteigert. Für 2007 bekräftigte das inzwischen nur noch in der Chemie tätige Unternehmen am Donnerstag seine Geschäftsziele. Zudem kündigte Altana sein Delisting in den USA an.

Frankfurt am Main - Im Auftaktquartal erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 23 Prozent auf 62 Millionen Euro, wie Altana  mitteilte. Analysten hatten im Schnitt 57 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz des nach dem Verkauf der Pharmasparte auf Farbzusätze, Pigmente, Drahtlacke und andere Spezialchemikalien ausgerichteten Konzerns belief sich auf 349 Millionen Euro, ein Plus von 7 Prozent zum Vorjahr.

"Die Zahlen für das erste Quartal belegen, dass Altana gleichermaßen wachstums- und ergebnisstark ist", kommentierte Chemie-Vorstandschef Matthias Wolfgruber. Altana profitierte auch von dem Zinsertrag aus der Anlage des Verkaufserlöses für das Pharmageschäft. So stieg der Nachsteuergewinn deutlich auf 50 Millionen von 19 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Für das gesamte Jahr 2007 peilt Altana unverändert einen Umsatz von 1,34 bis 1,39 Milliarden Euro an, was einem organischen Wachstum im einstelligen Prozentbereich entspricht. Das Ebitda soll sich auf 210 bis 240 Millionen Euro erhöhen. 2006 hatte Altana in den fortgeführten Aktivitäten einen Umsatz von 1,29 Milliarden Euro und ein Ebitda von 186 Millionen erzielt - so viel wie noch nie. "Das Unternehmen ist robust aufgestellt, um auch in Zukunft als weltweit erfolgreiches Spezialchemieunternehmen seine ambitionierten Ziele bezüglich Wachstum und Ertrag zu erreichen", urteilte Wolfgruber.

Altana will Börsennotiz in New York einstellen

Altana kündigte an, seine Börsennotiz in den USA einstellen zu wollen und damit der veränderten Konzernstruktur Rechnung zu tragen. Vor allem die Aktivitäten von Altana Pharma hätten das Unternehmen 2002 zu der Notierung an der US-Börse bewogen.

Altana hat sein Pharmageschäft 2006 wegen schlechter Geschäftsaussichten für 4,6 Milliarden Euro an die dänische Nycomed verkauft. Nun konzentriert sich das von der Quandt-Erbin Susanne Klatten kontrollierte Unternehmen ganz auf die kleiner Chemie.

manager-magazin.de mit reuters

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