BASF Über den Erwartungen

Für den weltgrößten Chemiekonzern BASF haben sich die Übernahmen der vergangenen Monate gelohnt: Das Unternehmen konnte nicht zuletzt dank seiner Zukäufe das Geschäftsergebnis zuletzt stärker steigern als unabhängige Analysten erwartet haben. Der BASF-Aktienkurs steigt entsprechend.

Ludwigshafen - BASF  hat zum Jahresstart unter anderem dank einer robusten Nachfrage nach Chemikalien Gewinn und Umsatz gesteigert. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen wie Restrukturierungskosten habe um 13,5 Prozent auf 2,12 Milliarden Euro zugenommen, teilte der weltgrößte Chemiekonzern am Donnerstag vor Beginn seiner Hauptversammlung in Mannheim mit.

Mit seinen Zahlen lag BASF über den Erwartungen von Analysten. Von Reuters befragte Branchenexperten hatten im Schnitt mit einem bereinigten Betriebsgewinn von 1,97 Milliarden Euro gerechnet.

Der Konzernumsatz erhöhte sich im ersten Quartal auch dank einer Serie großer Übernahmen im vergangenen Jahr um 16,9 Prozent auf 14,63 Milliarden Euro. Der Nettogewinn nahm um 8,9 Prozent auf 1,04 Milliarden Euro zu.

"Der gute Start im ersten Quartal bestätigt unseren positiven Ausblick für das Jahr 2007", sagte Vorstandschef Jürgen Hambrecht. BASF erwarte weiterhin ein deutliches Umsatzplus. Der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen solle mindestens das Vorjahresniveau erreichen. Dabei geht BASF von einem Rückgang des Rohölpreise auf 55 Dollar je Barrel im Jahresdurchschnitt aus.

Um die Konjunkturanfälligkeit seiner Geschäfte zu verringern, hatte der Konzern 2006 für rund 3,8 Milliarden Euro den US-Spezialchemiehersteller Engelhard und für 2,7 Milliarden Euro die Bau-Chemiesparte von Degussa übernommen. Hinzu kam der US-Harzspezialist Johnson Polymer für 470 Millionen Dollar.

Im Chemikaliengeschäft hat sich der Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen im ersten Quartal nach BASF-Angaben fast verdoppelt. Dazu trug auch das Katalysatorengeschäft bei, das BASF durch die Übernahme von Engelhard deutlich verstärkt hatte.

Im Bereich Pflanzenschutz und Ernährung nahm der bereinigte Betriebsgewinn um 15 Prozent zu, wozu auch ein verbessertes Marktumfeld in Brasilien beitrug. Das Öl- und Gasgeschäft des Konzerns erwirtschaftete wegen des milden Winters und des gesunkenen Ölpreises dagegen nur ein Ergebnis auf Vorjahresniveau. Einen Rückgang des Betriebsgewinns zum Vorjahresquartal verzeichnete BASF in seinem Kunststoffgeschäft, auch der Bereich Veredelungsprodukte erzielte zum Jahresstart ein schwächeres Ergebnis.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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