Continental Brautschau auf der Hauptversammlung

Continental will offenbar zukaufen. Das zumindest erklärte Vorstand Manfred Wennemer auf der Hauptversammlung des Unternehmens. Im Visier ist dabei die Siemens-Tochter VDO.

Hannover - Die Continental  AG hat ihre Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr bekräftigt. Es werde mit einem organischen Umsatzwachstum von mindestens 5 Prozent sowie einem steigenden operativen Ergebnis gerechnet, sagte Vorstandsvorsitzender Manfred Wennemer am Dienstag auf der Hauptversammlung in Hannover. Im vergangenen Jahr hatte Conti bei einem Umsatzplus von 7,6 Prozent auf 14,89 Milliarden Euro ein um 6,3 Prozent höheres EBIT von 1,60 Milliarden ausgewiesen. Gestiegene Rohstoffpreise belasteten das Ergebnis mit 317 Millionen Euro.

Erneut stellte Wennemer auch eine größere Effizienz bei den Bilanzstrukturen in Aussicht. "In erster Linie wolle wir dies durch geeignete Akquisitionen erlangen", sagte er. Angepeilt werde dabei ein Verschuldungsgrad von 80 bis 100 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte das Gearing bei 25 Prozent gelegen. Aktienrückkäufe seien bei diesem Vorhaben "für uns von geringerer Priorität".

Der Chef des Hannoveraner Automobilzulieferers bekräftigte sein Interesse an der Siemens-Tochter VDO. Die Gesellschaft wäre "ohne jeden Zweifel eine Verstärkung", sagte Wennemer. Die Entscheidung liege aber bei Siemens . Der Münchener Konzern bevorzugt nach eigenem Bekunden einen Börsengang.

Wennemer versicherte, dass Conti im Fall von Übernahmen nur dann einen für den Markt unerwartet hohen Kaufpreis zahlen werde, wenn der Konzern den Preis selbst als angemessen angesehen betrachte. "Sollten wir in Zukunft für einen Zukauf nach Ansicht von Beobachtern einen 'stolzen' Preis bezahlen, dann können sie ganz sicher davon ausgehen, dass wir diesen Preis für gerechtfertigt halten", sagte Wennemer.

Unter dem Strich zeigt sich Wennemer vor seinen Aktionären zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. "Wir wollen unsere Erfolgsserie in diesem Jahr fortsetzen. So weit wir die Geschäftsentwicklung bisher übersehen können, spricht alles dafür, dass uns das auch gelingen wird", hieß es am Dienstag in seinem vorab veröffentlichten Redemanuskript für die Hauptversammlung des Autozulieferers in Hannover.

Zugleich bekräftigte er den Ausblick für das laufende Jahr. Der Umsatz soll organisch um mindestens 5 Prozent wachsen, das operative Ergebnis höher als im Vorjahr ausfallen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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