BP Gewinneinbruch

Sinkende Ölpreise haben dem britischen Energieriesen BP im ersten Quartal einen Gewinneinbruch beschert. Das Nettoergebnis fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 4,36 Milliarden US-Dollar.

London - Sinkende Ölpreise und höhere Ausgaben für Sicherheit haben bei Europas größtem Mineralölkonzern BP  zu Jahresanfang den Gewinn geschmälert. Netto verdiente das britische Unternehmen nach Angaben vom Dienstag ohne Wertveränderung bei den Lagerbeständen mit 4,36 Milliarden Dollar 17 Prozent weniger als vor einem Jahr.

BP berichtete als erster großer Ölkonzern über das erste Quartal, und Marktteilnehmer sind wegen der niedrigeren Ölpreise und der geringeren Produktion auf rückläufige Gewinne gefasst.

Der von BP erzielte Ölpreis sank im ersten Quartal um mehr als 4 Prozent. Die Produktion verringerte sich um 3 Prozent auf 3,91 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (boepd), da Ölfelder verkauft und neue Quellen verzögert erschlossen wurden. Der Umsatz sank von 64,174 auf 62,036 Milliarden Dollar.

Die Kosten stiegen nach Konzernangaben unter anderem auf Grund von gestiegenen Sicherheitsausgaben. BP war wegen tödlicher Unfälle in den USA heftig in die Kritik geraten. Einer internen Untersuchung zufolge trugen Sicherheitsmängel zu einer Explosion in einer Raffinerie in Texas bei. Bei dem Unglück kamen vor zwei Jahren 15 Arbeiter ums Leben.

Zeitgleich mit einem Führungswechsel in diesem Sommer will der drittgrößte börsennotierte Ölkonzern der Welt Probleme bei der Sicherheit und im Management lösen und verzögerte Projekte auf den Weg bringen, um im kommenden Jahr wieder zu wachsen. Im Juli übergibt Firmenchef John Browne die Konzernleitung an den bisher für Förderung und Exploration verantwortlichen Manager Tony Hayward.

manager-magazin.de mit Material von dpa, reuters und dow jones

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