RWE/VEW Bereit zur Fusion

Die beiden Stromkonzerne RWE und VEW wollen fusionieren. Beide Vorstände haben sich in einem Letter of Intent auf eine Verschmelzung zum Jahreswechsel geeinigt.

Hamburg/Essen/Dortmund - Die beiden Stromkonzerne RWE und VEW wollen fusionieren. Wie manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin 22. Oktober 1999) berichtet, haben sich die Vorstände beider Unternehmen in einem Letter of Intent auf eine Verschmelzung zu 1. Januar kommenden Jahres geeinigt.

Einzelheiten wie das Umtauschverhältnis der Aktien und die künftige Konzernstruktur sollen, so die gemeinsame Absichtserklärung, bis Ende dieses Jahres erarbeitet werden. Die Hauptversammlungen von RWE AG und VEW AG sollen dann bis Juni über den Verschmelzungsvertrag abstimmen.

Durch den Zusammenschluss entsteht Deutschlands größter Stromproduzent mit einer Jahresleistung von mehr als 150 Milliarden Kilowatt, vor Viag/Veba (137 Milliarden Kilowatt).

Erste Priorität für die RWE habe nach den Worten eines Sprechers allerdings der Erwerb von Anteilen an der Energie Baden-Württemberg AG (EnBW), Karlsruhe. Die Vorstände hätten sich in einem Letter auf Intent auf eine Fusion zum 1. Januar 2000 geeinigt, hieß es weiter.

Zwar seien die Unternehmenskonzepte von VEW und RWE sehr unterschiedlich, aber natürlich bestehe prinzipielles Interesse. So habe es auch der Vorstandsvorsitzende Dietmar Kuhnt auf auf der Bilanzpressekonferenz formuliert.

Darüber hinaus wies der RWE-Sprecher darauf hin, dass die RWE unabhängig vom Zusammenschluss von Veba und Viag mit 168 Mrd kWh noch immer der größte deutsche Stromanbieter sei. Größter Konkurrent der RWE um den 25-prozentigen Landesanteil an der EnBW ist der französische Stromkonzern Electricité de France (EdF), Paris. Darüber hinaus bewerben sich noch die Bayernwerk AG und ein deutsch-britisches Bieterkonsortium unter der Führung der VEW.