Mittwoch, 16. Oktober 2019

Nestlé Gut im Futter

Der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern Nestlé ist mit Schwung in das neue Jahr gestartet und hat mit einem Umsatzplus von 6,4 Prozent die Erwartungen der Analysten klar übertroffen. Während das Geschäft in den gesättigten Märkten eher ruhig verlief, zogen die Umsätze in den Schwellenländern deutlich an.

Zürich - Der weltgrösste Lebensmittel- und Getränkekonzern Nestlé hat dank einer höheren Nachfrage in seinem Kerngeschäft einen überraschend starken Jahresauftakt hingelegt. Zwar bleiben die Rohstoffkosten nach Einschätzung von Nestlé weiter hoch, dank seiner starken Marken kann die Gruppe aber nach wie vor höhere Preise durchsetzen.

Gelungener Jahresauftakt: Der Kitkat-Hersteller Nestlé übertraf im ersten Quartal die Erwartungen
Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 6,4 Prozent auf 24,3 Milliarden Schweizer Franken (rund 15 Milliarden Euro), wie Nestlé am Montag mitteilte. Das organische Wachstum, das Wechselkurs- und Akquisitionseffekte ausschließt, betrug den Angaben zufolge 7,4 Prozent. Das interne Realwachstum lag bei 5,7 Prozent.

Damit liegt Nestlé klar über den Markterwartungen: Analysten hatten im Durchschnitt einen Umsatz in Höhe von 23,972 Milliarden Schweizer Franken erwartet und das organische Wachstum bei 5,6 Prozent gesehen.

"Nestlé hatte einen sehr guten Start in das Geschäftsjahr, nicht zuletzt aufgrund einer ausgezeichneten Leistung unseres Geschäfts mit Nahrungsmitteln und Getränken", erklärte Konzernchef Peter Brabeck.

In den aufstrebenden Märkten Asiens zeigte Nestlé im Kerngeschäft ein starkes zweistelliges Plus. Bei den pharmazeutischen Produkten, mit den Beteiligungen an Alcon oder L'Oreal, lag das organische Plus bei 12,1 Prozent. Der Konzern bestätigte das Ziel, auch 2007 ein organisches Wachstum zwischen 5 und 6 Prozent sowie eine Steigerung der operativen Marge bei konstanten Wechselkursen zu erwarten. 2006 hatte das organische Wachstum bei 6,2 Prozent gelegen.

Nestlé teilte zudem mit, anhaltenden Preisdruck bei Rohstoffen zu erwarten. Bislang konnte der Konzern die hohen Energie- und Rohstoffkosten sowie Investitionen in Forschung und Marketing mit Grössenvorteilen, Einsparungen aus dem Effizienprogramm Globe und Preiserhöhungen ausgleichen.

Der Konzern mit Weltmarken wie Nescafe, Kitkat oder Maggi setzt für die Zukunft vor allem auf den lukrativen Gesundheits- und Wellnessmarkt und baut seine Sparte Nutrition aus. Jüngster Coup war die milliardenschwere Übernahme der Babykostmarke Gerber von Novartis Börsen-Chart zeigen, von denen zuvor auch die Sparte Medizinische Ernährung gekauft wurde. Zudem hatte Nestle den US-Diätspezialisten Jenny Craig erworben.

Manager-magazin. de mit Material von reuters und dow jones

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