Cewe Color Ränkespiele

Der Machtkampf beim Fotoentwickler Cewe Color beschäftigt inzwischen die Justiz. Nach der Anzeige eines US-Investors ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen angeblichen Insiderhandels gegen den Cewe-Aufsichtsratschef Hubert Rothärmel. Der wiederum zeigte seinerseits einen Vertreter des betreffenden Fonds an.

Oldenburg - Im Machtkampf beim Oldenburger Fotoentwickler Cewe Color  kämpfen die Parteien mit immer härteren Bandagen und beschäftigen mittlerweile auch die Justiz. Nach der Anzeige eines US-Investors ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen angeblichen Insiderhandels gegen den CeWe-Aufsichtsratschef Hubert Rothärmel, wie eine Behördensprecherin am Mittwoch in Oldenburg erklärte.

Rothärmel wiederum habe einen Vertreter des betreffenden Fonds wegen Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes angezeigt. Die Ermittlungen seien erst vor kurzer Zeit angelaufen. Beide Anzeigen stammten aus den vergangenen Tagen und würden jetzt geprüft.

Das "Handelsblatt" hatte am Mittwoch von einer Verschärfung des Machtkampfes um den größten europäischen Fotoentwickler berichtet. Danach wirft ein Insider dem Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden des Unternehmens vor, gemeinschaftlich eine Manipulation des Aktienkurses geplant zu haben. Durch einen Kursrutsch hätten offenbar die unliebsamen US-Großaktionäre des Konzerns Marcap und K Capital zum Rückzug bewegt werden sollen, hieß es.

CeWe Color war für eine Stellungnahme am Mittwoch zunächst nicht zu erreichen, hatte jedoch schon zuvor aufkommende Spekulationen als "absurd" zurückgewiesen. Vor dem Hintergrund des Streits um eine Sonderdividende versuchten Einzelne offenbar, ihre Lage durch "bösartige Unterstellungen" zu verbessern, hieß es.

manager-magazin. de mit material von dpa und ddp