Strabag Börsengang mit Gegenwind

Der Baukonzern Strabag will ein Urteil verhindern, das den Börsengang der Wiener Mutter erschweren könnte. Das wird schwierig - denn das Gericht scheint den klagenden Kleinaktionären zuzustimmen. Nun spielt Strabag auf Zeit.

Hamburg - Der deutsche Baukonzern Strabag AG  stemmt sich gegen ein drohendes Urteil des Kölner Landgerichts, das den Börsengang der Wiener Muttergesellschaft Strabag SE beeinträchtigen könnte. In dem Verfahren klagt eine Aktionärsvereinigung auf Nichtigkeit von Beschlüssen der letztjährigen Hauptversammlung der Kölner Strabag AG.

Um den für Anfang Mai erwarteten Richterspruch zu verzögern, habe der Baukonzern am 29. März einen Befangenheitsantrag gegen den zuständigen Richter am Kölner Landgericht eingereicht. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (20. April) am Kiosk erhältlich ist.

Mitte März hatte der Richter in einer mündlichen Verhandlung zu erkennen gegeben, dass er der Rechtsauffassung der klagenden Kleinaktionäre zuneige. Daraufhin stellten die Strabag-Anwälte das Ablehnungsgesuch. Durch das Urteil könnte die Wahl des Strabag-Abschlussprüfers im Nachhinein für ungültig erklärt werden.

In diesem Fall wäre womöglich auch das Testat des Jahresabschlusses bedroht. Die Bilanzen des Konzerns sind Bewertungsgrundlage für den Börsengang der Strabag SE, der Anfang Mai an der Börse Wien erfolgen soll.

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