Studentenkredite Milliardendeal

Für 25 Milliarden Dollar sollen sich zwei Finanzinvestoren bei Sallie Mae eingekauft haben. Das Unternehmen vergibt Studentenkredite in den USA und hat gut zehn Millionen Kunden.

New York - Der größte Kreditgeber für Studenten in den USA, Sallie Mae, wird nach einem Zeitungsbericht für 25 Milliarden Dollar (18,5 Milliarden Euro) übernommen. Die Käufer seien zwei Investmentfonds sowie die Banken JPMorgan Chase und Bank of America, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag auf seiner Internetseite.

Die beiden Fonds JC Flowers & Co und Friedman Fleischer & Lowe LLC werden demnach 50,2 Prozent an Sallie Mae halten. Die beiden Banken erhalten dem Blatt zufolge jeweils 24,9 Prozent. Sallie Mae stimmte dem Verkauf dem Bericht zufolge zu. Die Zeitung berief sich auf nicht näher bezeichnete Quellen.

Das Konsortium hätte sich damit gegen den Finanzinvestor Blackstone durchgesetzt, einen der Großen der Branche. Zuvor war ein Kaufpreis von mehr als 20 Milliarden Dollar im Gespräch.

Sallie Mae ist auch unter dem Namen SLM bekannt. Die Käufer bezahlen dem Bericht zufolge 60 Dollar je Aktie für Sallie Mae. Bereits am Freitag war in Medien über das Geschäft spekuliert worden. Verglichen mit dem Schlusskurs vom Donnerstag beinhaltet der Kaufpreis damit einen Aufschlag von fast 50 Prozent. Am Freitag hatten die Aktien fast 15 Prozent zugelegt. Der Zukauf soll über Kredite und Aktien finanziert werden. Von den beteiligten Unternehmen lagen zunächst keine Stellungnahmen vor.

Sallie Mae hat ausstehende Kredite von 142 Milliarden Dollar und zehn Millionen Kunden. Das Studenten-Kreditinstitut verdiente im vergangenen Jahr 1,2 Milliarden Dollar.

manager-magazin.de mit Material von reuters