DIW-Studie Arme Arbeitnehmer

Während die Einkommen von Selbstständigen, Pensionären und Rentnern immer weiter steigen, haben die Arbeitnehmer das Nachsehen. Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zufolge haben sich ihre Einkünfte in der Vergangenheit deutlich schlechter entwickelt als die anderer Bevölkerungsgruppen.

Berlin - Die verfügbaren Nettoeinkünfte von Arbeitnehmerhaushalten sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten erheblich langsamer gestiegen als die von Rentner-, Pensionärs- und Selbstständigenhaushalten. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL unter Berufung auf eine Langzeitstudie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).

Während die Rentnereinkommen Mitte der 80er Jahre rund 83 Prozent des durchschnittlichen Haushaltseinkommens erreichten, lag der Wert zwei Jahrzehnte später bei 92 Prozent. Die Einkommensposition von Arbeitnehmern stagnierte dagegen bei etwa 104 Prozent.

Noch deutlicher hat sich die Einkommensposition von Pensionärs- und Selbstständigenhaushalten verbessert. Die Einkünfte von Pensionären stiegen seit Mitte der 80er Jahre von 120 Prozent auf 140 Prozent des Durchschnitts. Die Einkünfte von Selbstständigenhaushalten, die vor 20 Jahren den Durchschnitt noch um 40 Prozent überstiegen, liegen inzwischen fast 50 Prozent darüber.

Besser abgeschnitten haben die abhängig Beschäftigten nur im Vergleich mit Arbeitslosen, heißt es in dem Bericht. Deren Haushaltseinkünfte sind der Untersuchung zufolge vor allem in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

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