Dresdner Bank Neue Spekulation über Hypo-Fusion

Die Frankfurter verhandeln Berichten zufolge über eine Fusion mit der Münchner Hypovereinsbank. "Alte Gerüchte", heisst es dazu aus beiden Instituten. Dennoch würde ein Zusammenschluss Sinn machen.

Frankfurt - Die HypoVereinsbank AG (HVB), München, hat einen Bericht der "Financial Times" zurückgewiesen, wonach die HVB mit der Dresdner Bank AG, Frankfurt, innerhalb der kommenden Monate eine Fusion "im gegenseitigen Einvernehmen" anstrebe. "Das sind alte Gerüchte", kommentierte ein Sprecher der Bank am Montag.

Es hätten sich keinerlei neue Sachverhalte ergeben. Die Dresdner Bank sei "ein möglicher Fusionspartner unter vielen". "Wir kommentieren keine Marktgerüchte", sagte ein Dreba-Sprecher.

Die Zeitung hatte sich auf Bankkreise berufen und berichtet, mit einer Fusionsankündigung werde für Januar oder Februar 2000 gerechnet. manager magazin hatte bereits vor einigen Wochen über eine mögliche Fusion berichtet.

Danach waren die Verhandlungen über ein mögliches Zusammenlegen der Filialen von Dresdner und Deutscher Bank unter anderem auch deshalb abgebrochen worden, weil sich eine starke Fraktion im Vorstand der Dresdner für eine Vollfusion mit den Münchnern einsetzte (siehe Kasten).

Auch der Aufsichtsrat der Hypovereinsbank wird sich in den nächsten Tagen mit dem Thema Fusion befassen. Dann liegt ein Gutachten vor, das die Gewinne und Effekte des Zusammenschlusses von Vereins- und Hypobank bewertet.