Conergy Heiter bis wolkig

Die Solarbranche boomt. Davon profitiert auch Conergy. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn und gibt optimistische Prognosen für 2007. Allerdings sind die Aufwendungen für die Expansion hoch, vor allem im Ausland.

Hamburg - Der Solarkonzern Conergy  hat seinen Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht gesteigert. Der Überschuss sei gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 30,2 Millionen Euro geklettert, teilte das Unternehmen mit.

Conergy profitierte von der anhaltend hohen Nachfrage nach Solarmodulen und höheren Margen im weiter wachsenden Auslandsgeschäft. Allerdings wurde der Gewinn durch Aufwendungen für die starke Expansion ins Ausland geschmälert.

Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) erhöhte sich von 47,44 Millionen auf 52,07 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr stellte das Unternehmen einen weiteren Zuwachs in Aussicht. Ein Beitrag zur erwarteten Gewinnverbesserung komme ab Sommer 2007 von der vollintegrierten solaren Wafer-, Zell- und Modulproduktion in Frankfurt/Oder, hieß es.

Der Umsatz werde in diesem Jahr um mehr als 60 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro steigen, bekräftigte das Unternehmen. Im vergangenen Jahr setzten die Hamburger 752 Millionen Euro um. Conergy hatte bereits im Februar vorläufige Zahlen mitgeteilt.

Bereits 2007 soll der Auslandsanteil am Umsatz auf über 45 Prozent steigen - und damit ein Jahr früher als eigentlich geplant, wie Conergy weiter mitteilte. Im vergangenen Jahr hatte das Auslandsgeschäft einen Anteil von 37 Prozent und lag damit ebenfalls schon über Plan.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 will Conergy eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie zahlen. Damit liege die Ausschüttung an die Aktionäre auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr, sagte Finanzvorstand Heiko Piossek auf der Bilanzpressekonferenz des im TecDax  notierten Unternehmens. Für 2005 hatte Conergy 0,30 Euro je Aktie ausgeschüttet. Zwischenzeitlich hat sich aber die Zahl der Aktien wegen einer Kapitalerhöhung und eines Aktiensplitts etwa verdreifacht

manager-magazin.de mit Material von dpa, dow jones

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