Air Berlin So soll LTU abheben

Air Berlin präzisiert seine Pläne zur Finanzierung der LTU-Übernahme. Und auch ein neuer Aktionär meldet sich - LTU-Chef Jürgen Marbach will sich angeblich an der neuen Mutter beteiligen.

Düsseldorf - Air Berlin  hat Einzelheiten zu ihrer geplanten Kapitalerhöhung und der Wandelanleihe veröffentlicht. Damit will die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft die Übernahme ihres Konkurrenten LTU schultern. Wie Air Berlin am späten Dienstagabend mitteilte, sollen rund 5,9 Millionen neue Aktien ausgegeben und eine Wandelanleihe von mindestens 150 Millionen Euro ausgegeben werden. Beide Transaktionen hätten ein Gesamtvolumen von rund 250 Millionen Euro.

Mit dem Erlös aus der Kapitalerhöhung und der Wandelanleihe erfolge teilweise die Finanzierung der Akquisition und die Refinanzierung von etwa 100 Millionen Euro Euro Verbindlichkeiten der LTU Lufttransport-Unternehmen GmbH und gut 50 Millionen Euro Verbindlichkeiten der Air Berlin.

Die Aktien aus der Kapitalerhöhung repräsentieren laut Air Berlin rund 10 Prozent des Grundkapitals und werden im Rahmen einer internationalen Privatplatzierung ausschließlich institutionellen Investoren zum Kauf angeboten. Zudem erfolge eine Privatplatzierung an "Qualified Institutional Buyers" in den USA.

Die neuen Aktien sollen im amtlichen Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert werden. Die Commerzbank , die Deutsche Bank und Morgan Stanley Bank  würden die Kapitalerhöhung als Joint-Bookrunner begleiten. Das Settlement der Kapitalerhöhung werde für den 4. April 2007 erwartet.

Unter den Anteilseignern wird auch LTU-Geschäftsführer Jürgen Marbach sein. "Ich möchte einen Anteil von ein bis zwei Prozent an Air Berlin halten", sagte Marbach der "Rheinischen Post". Dazu wolle er einen Teil der gut 60 Millionen Euro einsetzen, die er aus dem Verkauf seines 45-prozentigen LTU-Anteils an Air Berlin erzielt. Marbach sagte, er wolle nicht nur angestellter Manager bei Air Berlin sein, sondern auch weiterhin eine Rolle als Gesellschafter spielen.

manager-magazin.de mit Material von ddp und reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.