Deutsche Bank Down under

Die Deutsche Bank steigt bei Qantas ein und hat mittlerweile einen Anteil von 8,4 Prozent der australischen Fluglinie erworben. Auch die UBS und Credit Suisse sollen ihre Beteiligung hochgeschraubt haben, was an Qantas interessierten Finanzinvestoren einen Strich durch die Rechnung machen könnte.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank  ist bei der von Finanzinvestoren umworbenen australischen Fluggesellschaft Qantas  eingestiegen. Das Institut habe im Auftrag für Kunden sowie für den eigenen Handelsbestand insgesamt 8,4 Prozent der Aktien erworben, sagte ein Sprecher von Deutschlands größter Bank am Mittwoch und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Auch UBS und Credit Suisse sollen ihre Qantas-Beteiligung aufgestockt haben.

So erhöhte die UBS der Zeitung zufolge ihre Beteiligung an Qantas auf 10,4 Prozent. Die Großbank wollte den Bericht nicht kommentieren. In der Zeitung hieß es, durch den Einstieg der Deutschen Bank und die Anteilserhöhung von UBS sei die geplante Übernahme von Qantas durch Airline Partners Australia (Apa) gefährdet. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP stieg zudem auch Credit Suisse mit 5,4 Prozent bei Qantas ein.

Apa, ein Bieterkonsortium aus der Investmentbank Macquarie und der Investorengruppe Texas Pacific, strebe 90 Prozent der Anteile an, bis vergangenen Freitag seien jedoch erst 29 Prozent der Aktien angedient worden.

Die beiden Finanzinvestoren hatten vergangene Woche ein Kaufangebot für die Fluggesellschaft abgegeben. Medienberichten zufolge wollen sie möglicherweise mehr als zehn Milliarden Australische Dollar (gut sechs Milliarden Euro) bieten. Es wäre das erste Mal, dass Finanzinvestoren eine Fluggesellschaft übernehmen.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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