AWD Weiter wachsen

Der Finanzkonzern AWD präsentiert seine Jahreszahlen und liegt damit über den Schätzungen. 2007 will das Unternehmen weiter wachsen. Lob bekommt der deutsche Finanzdienstleister auch von ungewohnter Seite - der britischen Presse.

Hannover - Der Finanzdienstleister AWD  strebt im laufenden Jahr ein Umsatzplus von mindestens 10 Prozent an. Das Ergebnis soll überproportional zum Umsatz zulegen, teilte das Hannoveraner Unternehmen am Mittwoch weiter mit. Für das erste Quartal 2007 zeichne sich "ein anhaltendes, erfreuliches Umsatzwachstum" ab. Dieser Zuwachs liege "trotz der derzeitigen Volatilität der Kapitalmärkte voll im Plan der mittelfristigen Umsatzerwartung".

"Durch unseren klaren Fokus auf das organische Wachstum in 2007 sind wir gut aufgestellt, um den weiteren überproportionalen Ergebnisanstieg weiter voranzutreiben", wird Vorstandsvorsitzender Carsten Maschmeyer in der Mitteilung zitiert. Der Umsatz soll daher über die Grenze von 800 Millionen Euro klettern. Zugleich bekräftigte der AWD das Ziel, die EBIT-Marge 2008 auf 13,5 Prozent zu verbessern. 2006 lag sie bei 10,7 Prozent.

Das Ergebnis nach Steuern 2006 liegt den endgültigen Zahlen zufolge bei 56,8 (Vorjahr 39,2) Millionen Euro und damit etwas über den Mitte Februar genannten 54 Millionen. Das Ergebnis je Aktie wurde mit 1,47 Euro angegeben, nachdem vorläufig 1,39 Euro je Aktie genannt worden waren. Der Umsatz stieg 2006 auf 728,0 (630,2) Millionen Euro, nachdem das Unternehmen zunächst Erlöse in Höhe von 727 Millionen Euro gemeldet hatte.

Die Angaben beziehen sich auf die fortzuführenden Geschäftsbereiche, die die zum Jahresende geschlossenen Aktivitäten in Italien nicht enthalten.

Im vierten Quartal 2006, für das AWD nunmehr die Geschäftszahlen präsentierte, stieg der Überschuss auf 17,4 (8,9) Millionen Euro. Analysten hatten im Konsens 14,5 Millionen erwartet. Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs auf 22,2 (15,2) Millionen Euro, im Vergleich zur Analystenschätzung von 20,7 Millionen. Der Umsatz stieg auf 204,2 (184,7) Millionen Euro gegenüber der Konsens-Prognose von 198,7 Millionen. Nicht das schlechteste Ergebnis also für Maschmeyer. Der darüber hinaus noch von anderer Seite gelobt wurde.

So wurde die britische Tochter AWD Group von lokalen Finanzmarktteilnehmern zum "Unabhängigen Finanzdienstleister 2007" gekürt. Der Preis wird durch die Umfrage des Finanzmagazins "Money Marketing" ermittelt und für die Qualität des Geschäftsmodells, den Einsatz bei der Beratung, die Erfüllung der strengen staatlichen Regularien sowie für die Gesamt-Professionalität vergeben. Großbritannien gilt als wichtiger Markt für den AWD. Der Hannoveraner Konzern war dort im Februar 2005 mit der Übernahme des Finanzberatungshauses Chase de Vere zum größten Finanzberater aufgestiegen. Zuvor hatte AWD bereits die Marken Thomsons, CarringtonCarr sowie Moneyextra übernommen.

manager-magazin.de mit Material von dow jones

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