Jahreszahlen Deka will Schlussstrich ziehen

Bei der Deka gibt man sich zur Präsentation des Jahresberichts optimistisch - die Vergangenheit mit ihren Problemen sei abgearbeitet. Noch wirken die Probleme mit den Immobilienfonds allerdings nach.

Frankfurt am Main - Die Dekabank sieht sich nach der kostspieligen Sanierung ihres Immobilienfonds wieder auf Wachstumskurs. "Die Vergangenheit ist abgearbeitet, wir blicken ohne Belastungen nach vorne", sagte Dekabank-Chef Franz Waas bei der Jahreskonferenz des Sparkassen-Fondsdienstleisters am Donnerstag in Frankfurt.

Trotz der Belastungen für die Sanierung kletterte der Nachsteuergewinn der Dekabank im vergangenen Jahr um gut ein Prozent auf 345 Millionen Euro. Bei den Provisionen, die rund drei Viertel der Gesamterträge ausmachen, habe das Ergebnis deutlich zugelegt. Kräftige Einbußen gab es dafür im Zinsergebnis. Die gesamten Erträge der Dekabank kletterten im Vergleich zum Jahr davor um fast fünf Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Dem standen Aufwendungen von 760 (Vorjahr: 731) Millionen Euro gegenüber. Der Anstieg wird durch die zusätzlichen Aufwendungen für die strategische Neuausrichtung begründet.

Tatsächlich hatte die Dekabank jahrelang mit hohen Mittelabflüssen zu kämpfen und musste ihren in die Krise geratenen Immobilienfonds mit eigenen Geldern stützen. Dazu hatte das Institut auch mehrere Immobilien verkauft. Mit diesen Geschäften vertraute Personen beziffern die Kosten für den Umbau des Fonds im vergangenen Jahr auf fast eine halbe Milliarde Euro. Allein 150 Millionen Verlust (Ergebnis vor Steuern) fuhr die Immobiliensparte ein. 2005 lag das Minus noch bei 90 Millionen Euro.

Deka-Chef Waas kündigte nun an, künftig vermehrt in renditestarke Objekte zu investieren und neue Produkte wie Dachfonds anzubieten. Institutionelle Anleger sollen nicht mehr in Publikumsfonds zugelassen werden. Bis 2009 soll die Sparte 80 Millionen Euro zum Konzernergebnis beitragen. 2006 fuhr sie noch einen Verlust ein.

Die Dekabank wolle bis 2008 ein wirtschaftliches Ergebnis von insgesamt 650 Millionen Euro erreichen, sagte Waas weiter. Im vergangenen Jahr habe diese intern aufgestellte Ergebnisziffer bei 406 Millionen Euro. Im Zuge ihres Konzernumbaus hatte sich die Deka zuletzt schlanker aufgestellt und unterhalb der Vorstandsebene im Management mehrere Stellen gekappt. Der Fondsdienstleister konzentriert sich auf die Geschäftsfelder Immobilien, Corporate & Markets und Vermögensverwaltung.

manager-magazin.de mit Material von reuters

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.