Deka Schleppender Fondsverkauf

Beim Finanzdienstleister Deka rumort es. Der Direktabsatz von Aktien- und Immobilienfonds über die Sparkassen bricht nach Informationen von manager magazin ein. Zudem sind Eigentümer verärgert über Deka-Lenker Franz Waas.
Von Ulric Papendick

Hamburg - Der Frankfurter Sparkassendienstleister Deka hat 2006 deutlich weniger Publikumsfonds verkauft als im Vorjahr. Internen Unterlagen zufolge verlor die Deka sowohl bei Aktien- als auch bei Immobilienfonds jeweils mehr als 3 Milliarden Euro Investorengelder. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (23. März) am Kiosk erhältlich ist.

Auch bei den Wertpapier-Spezialfonds, die für institutionelle Anleger konzipiert werden, musste das Sparkassenhaus ein Minus von knapp 7 Milliarden Euro verbuchen; durch Beratungsmandate für andere Vermögensverwalter konnte dieser Rückgang allerdings kompensiert werden.

Positiv verlief für den Sparkassenanbieter hingegen wie bereits im Vorjahr das Geschäft mit Dachfonds und fondsgebundenen Vermögensverwaltungen; auch bei Geldmarktfonds und einigen weiteren Nischenprodukten wie Garantiefonds konnte die Deka den Absatz steigern.

Im Verwaltungsrat der Deka regt sich unterdessen Ärger über Vorstandschef Franz Waas (46). Anlass sind Kommentare aus dem Umkreis des Deka-Vorstands, das Institut sei in den vergangenen Jahren teilweise erhebliche Zins- und Kreditrisiken eingegangen.

Hans-Jörg Vetter (55), Chef der Landesbank Berlin, beschwerte sich aufgrund dieser Äußerungen bereits schriftlich bei Sparkassenpräsident und Deka-Verwaltungsratschef Heinrich Haasis (61). Vetters Argument: Die Kontrolleure der Deka hätten auch schon vor Waas' Zeiten die Bücher vernünftig geprüft; das Institut sei keinesfalls zu hohe Kreditrisiken eingegangen.

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