Nordex Neue Energie

Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat erstmals seit mehreren Jahren wieder Gewinn gemacht. Für den Rückenwind sorgten 2006 vor allem Orders aus dem Ausland, wo das Unternehmen mittlerweile den Großteil seines Geschäftes macht. Jetzt will die Firma auf Wachstumskurs gehen.

Hamburg - Das Rostocker Unternehmen Nordex  verdient wieder Geld. Der Betriebsgewinn (Ebit) stieg 16,6 Millionen Euro; im Vorjahr hatte noch ein Verlust von 5,3 Millionen Euro zu Buche gestanden. Den Überschuss bezifferte der Vorstand auf 12,6 Millionen Euro nach einem Verlust von 8,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. Wesentlicher Grund für die Ergebnisverbesserung sei die höhere Auslastung der Kapazitäten.

Das Unternehmen berichtet darüber hinaus, dass sich der Auftragseingang von zuvor 395 Millionen auf 767 Millionen Euro nahezu verdoppelt habe. Der Auftragsbestand stieg auf 1,2 Milliarden Euro. Dies resultiere vor allem aus der hohen Auslandsnachfrage: Der Anteil des Auslandsgeschäfts stieg von 62 Prozent im Vorjahr auf nunmehr 86 Prozent.

Das verdiente Geld will Nordex im laufenden Jahr dazu nutzen, seine Produktionskapazitäten hierzulande von 800 Megawatt Jahresleistung auf 1000 Megawatt auszubauen. Zudem will das Unternehmen neue Produkte entwickeln. Deshalb sieht das Management keine Möglichkeit, den Nordex-Aktionären eine Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr zu zahlen.

Insgesamt hat Nordex weltweit bislang etwa 3000 Anlagen mit einer Kapazität von mehr als 3000 Megawatt installiert, davon etwa 400 Großturbinen mit einer Leistung von je 2500 Kilowatt.

Nach dem starken Geschäft im vergangenen Jahr bekräftigte das Unternehmen heute auch seine Prognose für dieses und das kommende Jahr. Die Unternehmensleitung will die Erlöse auf mehr als 750 Millionen Euro steigern und den Betriebsgewinn auf etwa 50 Millionen Euro verdreifachen. 2008 will Nordex schließlich die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz erreichen, bei weiter steigender Profitabilität.

An der Börse zählen die Nordex-Aktien heute zu den gefragten Titeln. Der Kurs der Anteilsscheine steigt um etwa 2 Prozent auf 25,30 Euro - und damit deutlich stärker als der Schnitt aller TecDax-Papiere, die bisher um gut 0,35 Prozent an Wert zulegen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und vwd