Lanxess Die Wende

Niedrigere Kosten, eine gute Chemiekonjunktur und höhere Verkaufspreise - das ist der Mix, mit dem sich der Chemiekonzern mehr und mehr berappelt. Erstmals in der noch kurzen Geschichte der ehemaligen Bayer-Tochter will das Unternehmen seinen Aktionären nun eine Dividende zahlen.

Düsseldorf - Das Chemieunternehmen Lanxess  hat im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient als 2005. Grund für den Aufschwung der ehemaligen Bayer-Tochter ist der harte Sanierungskurs des Vorstandes sowie die gute parallele Chemiekonjunktur. "Lanxess ist voll auf Kurs, um zum globalen Wettbewerb aufzuschließen", sagte Vorstandschef Axel Heitmann heute.

Der Gewinn der Firma stieg vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Sondereinflüssen verglichen mit dem Vorjahr um 16,2 Prozent auf 675 Millionen Euro. Die operative Rendite verbesserte sich damit 2006 vor Sondereinflüssen um 1,6 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent.

Allein im vierten Quartal nahm der operative Gewinn um 18 Prozent auf 105 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb 2006 ein Überschuss von 197 Millionen Euro in der Kasse, nachdem noch ein Jahr zuvor ein Minus von 63 Millionen Euro angefallen war. Der Konzernumsatz sank 2006 allerdings - auch wegen der Abgabe von Geschäftsteilen - um drei Prozent auf 6,94 Milliarden Euro.

Seinen Aktionären stellte das Management für 2006 eine Dividende von 25 Cent je Aktie in Aussicht. Für das Jahr davor hatte die Anfang 2005 von Bayer  in die Unabhängigkeit entlassene Gesellschaft noch keine Dividende gezahlt.

Für das laufende Jahr gibt sich das Management optimistisch. "Ins neue Jahr ist Lanxess gut gestartet", glaubt Konzernchef Heitmann. Das operative Ergebnis soll nicht zuletzt deshalb im laufenden Geschäftsjahr steigen. Beim Umsatz will Lanxess bereinigt um Verkäufe und Zukäufe ein "moderates" Plus erzielen. Bis 2007 will der Konzern mehr als 300 Millionen Euro investieren.

Lanxess konnte ebenfalls Fortschritte beim Schuldenabbau melden. Die Nettofinanzschulden sanken binnen Jahresfrist von zuvor 680 Millionen Euro auf nunmehr 511 Millionen Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters