Repower Bieterkampf treibt Aktie an

Der Bieterkampf um den Windkraftanlagenbauer Repower Systems geht in eine neue Runde. Der französische Atomkonzern Areva hat seinen Anteil an dem Hamburger Unternehmen auf mehr als 30 Prozent aufgestockt. Gleichzeitig bietet Areva mehr Geld: Die Aktie legt zweistellig zu.

Paris - Areva hob sein Übernahmeangebot für Repower  auf 140 Euro je Aktie an. Damit bietet Areva 14 Euro oder elf Prozent je Repower-Aktie mehr als der indische Rivale Suzlon.

Repower will in Kürze seinen Aufsichtsrat einberufen, um die neue Offerte zu bewerten. Der Kontrollrat hatte sich schon hinter das Angebot von Suzlon gestellt, als die Inder 126 Euro je Anteilschein boten.

Den Übernahmestreit eröffnet hatte die staatlich kontrollierte Areva Anfang Februar mit einer Offerte über 105 Euro je Repower-Aktie. Während Areva etwas über 30 Prozent hält, ist die mit Suzlon verbündete portugiesische Martifer mit knapp 26 Prozent beteiligt.

Aktie steigt - legt indische Suzlon nach?

Unklar blieb zunächst, ob die Inder nachlegen werden. In Erwartung weitere Gebote legte die Aktie von Repower  am Vormittag zeitweise um mehr als 13 Prozent auf 148,50 Euro zu.

Suzlon will mit der Übernahme unter die größten vier Unternehmen der Branche vordringen. Sulzon-Chef Tulsi Tanti hatte bei Repower damit geworben, in Hamburg solle ein "globales Technologiezentrum für Windenergie zur Entwicklung zuverlässiger und kostengünstiger Windturbinen" entstehen, wodurch bis 2009 zahlreiche Stellen geschaffen würden.

Areva ist schon seit 2005 Repower-Aktionär. Der Atomkonzern hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens 50 Prozent plus eine Aktie an den Hamburgern zu erwerben, damit die Übernahme zu Stande kommt. Etwa 45 Prozent der Repower-Aktien befinden sich im Streubesitz.

manager-magazin.de mit Material von reuters