Bayer-Zahlen Mehr Umsatz, mehr Gewinn

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer steigert Umsatz und Gewinn, bleibt aber etwas hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Dessen ungeachtet blickt die Unternehmensleitung optimistisch in die Zukunft.

Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer  hat dank einer robusten Chemiekonjunktur und gestärkt durch den Kauf von Schering  das operative Ergebnis 2006 kräftig gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) und vor Sondereinflüssen legte im vergangenen Jahr um 14,2 Prozent auf 3,479 Milliarden Euro zu, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Leverkusen mit.

Der Gewinn erhöhte sich gebremst durch die Integrationskosten für die größte Übernahme in der Firmengeschichte um 5,4 Prozent auf 1,683 Milliarden Euro. Der Konzern blieb damit etwas hinter den operativen Ertragserwartungen der Analysten zurück.

Der Umsatz kletterte insbesondere dank der Fortschritte im Gesundheitsgeschäft im fortgeführten Geschäft um 17,2 Prozent auf 28,956 Milliarden Euro, während das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und vor Sondereinflüssen auf 5,584 (4,6) Milliarden Euro zulegte. Schering trug 3,082 Milliarden Euro zum Umsatz bei. Experten hatten bei einem Umsatz von 28,88 Milliarden Euro im fortgeführten Geschäft ein EBIT vor Sondereinflüssen von 3,52 Milliarden Euro und ein EBITDA vor Sonderposten von 5,65 Milliarden Euro erwartet.

Für das laufende Jahr gibt man sich bei Bayer optimistisch. "Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten beiden Monaten dieses Jahres stimmt uns zuversichtlich", sagte Konzernchef Werner Wenning am Donnerstag in Leverkusen. Der Umsatz dürfte 2007 währungs- und portfoliobereinigt um rund fünf Prozent wachsen. Unbereinigt werde ein Anstieg von mehr als zehn Prozent erwartet.

manager-magazin.de mit Material von dpa