BMW Neue Modelle als Antreiber

Der Münchener Autobauer BMW peilt für 2007 erneut ein Wachstum beim operativen Gewinn an. Auch beim Absatz will BMW bei allen drei Konzernmarken Rekorde aufstellen. Seine Zuversicht zieht BMW dabei aus einer Reihe von Produkterneuerungen - unter anderem der neuen dreitürigen Variante des 1ers und dem neuen X5.

München - Die BMW Group  will im laufenden Jahr operativ erneut einen höheren Gewinn einfahren. Dies gelte auf einer um Sondereffekte bereinigten Basis, erklärte der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer am Mittwoch in München. Im Vorjahr hatte BMW vor Steuern ein Ergebnis von 4,12 Milliarden Euro erzielt. Darin enthalten war ein Erlös von 372 Millionen Euro aus der Rolls-Royce-Umtauschanleihe. "Das laufende Jahr soll operativ das beste in der Geschichte des Unternehmens werden", sagte Reithofer.

Ob der Konzern auch an das unbereinigte Ertragsniveau heranreichen kann, sagte Reithofer zunächst nicht. Wie weit der Vorjahreswert übertroffen werden kann, sei unter anderem abhängig von der Entwicklung der Rohstoffpreise und der Wechselkurse, sagte Finanzvorstand Stefan Krause. Im Vorjahr habe sich dadurch eine Belastung von 844 Millionen Euro ergeben. Durch Währungseffekte sei ein negativer Einfluss von 666 (677) Millionen Euro und durch die Rohstoffpreise ein negativer Einfluss von 178 (237) Millionen Euro entstanden. Im laufenden Jahr rechnet Krause aber mit einer insgesamt sinkenden Belastung.

Beim Absatz peilt BMW Auslieferungsrekorde bei allen drei Konzernmarken an. "Bei BMW, Mini und Rolls-Royce erwarten wir einen deutlichen Anstieg auf einen neuen Höchstwert bei allen drei Marken", sagte Reithofer. Der Absatz solle im "höheren einstelligen Prozentbereich" zulegen. Damit konkretisierte der Konzern erstmals seine Prognose für das laufende Jahr. 2006 war die Zahl der Auslieferungen um 3,5 Prozent auf 1,37 Millionen verkaufte Autos gestiegen. "BMW ist die erfolgreichste Premiummarke der Welt", zog Reithofer zufrieden Bilanz.

50.000 zusätzlich verkaufte Fahrzeuge

50.000 zusätzlich verkaufte Fahrzeuge

Auch beim Ertrag ist BMW zuversichtlich. Dabei setzt der Konzern zum einen auf das erwartete Absatzwachstum und eine weitere Verbesserung der Produktivität. Daneben rechnet Reithofer mit weniger externen Belastungen. Zwar sei auch im laufenden Jahr mit ungünstigen Währungseffekten und hohen Rohstoffpreisen zu rechnen - allerdings nicht mehr in dem Maße wie im Vorjahr.

Seine Zuversicht zieht der Vorstand zudem aus einer Reihe von Produkterneuerungen: So ist die neue Mini-Generation den Angaben zufolge seit Februar in den USA und ab März in Japan erhältlich und der neue X5 nun auch in Europa und Asien. Ab Mai soll dann die 1er-Reihe mit einer neuen dreitürigen Variante eingeführt werden.

Nach einem flacheren Wachstum im ersten Quartal stellte Reithofer für den weiteren Jahresverlauf eine stetige Verbesserung in Aussicht. "Allein vom ersten auf das zweite Quartal erwarten wir durch die neuen Modelle einen Sprung von über 50.000 zusätzlich verkauften Fahrzeugen", erklärte er.

Weiter offen ist, ob BMW erneut einen von Analysten präferierten Aktienrückkauf in Angriff nehmen wird. Ob und in welchem Umfang es zu einem solchen Schritt kommen wird, "ist noch nicht entschieden", sagte Krause. Von der Hauptversammlung will sich der Vorstand eine neue Genehmigung für den Rückkauf eigener Aktien bis zu 10 Prozent des Grundkapitals einholen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa-afx