DAB Rekordergebnis dank Börsenboom

Der Münchener Online-Broker DAB Bank hat dank des regen Handels seiner Kunden im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren. Ihren Überschuss steigerte die HVB-Tochter um 14 Prozent auf 22 Millionen Euro.

München - Die Münchener Online-Bank DAB  hat dank der regen Handelsaktivitäten seiner Kunden im vergangenen Jahr einen Rekordgewinn eingefahren. Der Überschuss sei um 14 Prozent auf 22 Millionen Euro gestiegen, teilte die Tochter der Großbank HVB am Dienstag mit.

Den Aktionären will die DAB nun eine Dividende von 0,29 Euro je Aktie zahlen. "Gegenüber dem Vorjahr steigern wir die Dividende um mehr als 60 Prozent", sagte der scheidende Vorstand Jens Hagemann.

2007 will der Broker vor Steuern 45 Millionen Euro verdienen, nachdem es vergangenes Jahr 35 Millionen gewesen waren. Das früher genannte Ziel einer Eigenkapitalrendite von 30 Prozent wurde dagegen zunächst nicht bekräftigt. Trotz sehr guter Rahmenbedingungen kam die DAB hier 2006 nur auf gut 20 Prozent - deutlich mehr als 2005, aber weit von der bisherigen Zielmarke entfernt.

Für ihre eine Million Kunden führte die DAB vergangenes Jahr, als die Börsen fast nur stiegen, knapp elf Millionen Wertpapiertransaktionen aus - ein Zuwachs von fast 30 Prozent.

Dementsprechend legte auch das Provisionsergebnis um 28 Prozent auf über 128 Millionen Euro zu. Die Kosten erhöhten sich um zehn Prozent auf 129 Millionen Euro. Das verwaltete Kundenvermögen stieg auf fast 30 Milliarden. Ende 2007 sollen es 33 Milliarden Euro sein.

Auch der DAB-Rivale Comdirect hatte vergangenes Jahr einen Rekordgewinn von 86 Millionen Euro vor Steuern erzielt. Die Commerzbank-Tochter hatte ebenfalls vom Börsenboom profitiert.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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