Eon Gaspreise sinken wieder

Gute Nachricht für Millionen Gaskunden: Nach dem teuren Jahr 2006 sinken die Preise auf breiter Front. Eon als wichtigster Importeur reagiert jetzt auf günstigere Angebote der Konkurrenz.

Düsseldorf - Der größte deutsche Energieversorger Eon  will die Gaspreise für Haushaltskunden senken. Fünf von sieben regionalen Versorgern des Konzerns würden die Preise in den nächsten Monaten um bis zu 8,4 Prozent senken, zwei Gesellschaften hätten dies schon zum 1. März getan, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Auch Millionen Gaskunden, die nicht direkt von Eon versorgt werden, können sich auf Preissenkungen freuen. Denn der größte deutsche Gasimporteur, Eon Ruhrgas, werde ebenfalls zum 1. April die Gaspreise für Regionalversorger, Stadtwerke und Industriekunden deutlich verringern, teilte Eon mit. Die Preissenkungen spiegelten vor allem den Rückgang der Ölpreise in den vergangenen Monaten wider, betonte das Unternehmen.

Deutschlands zweitgrößter Energieversorger RWE  hatte seine Tarife wegen niedrigerer Beschaffungskosten schon Anfang März angepasst. Die RWE-Gesellschaften Westfalen-Weser-Ems und Rhein-Ruhr verlangen seitdem durchschnittlich 3,5 Prozent weniger. Bereits zum 1. Januar hatte der größte ostdeutsche Gasversorger VNG sinkende Preise für die belieferten Stadtwerke und Regionalversorger angekündigt.

Anfang Februar zog auch die Energie Baden-Württemberg (EnBW)  nach und senkte wegen der gesunkenen Beschaffungskosten die Preise um durchschnittlich 5 Prozent. Ein Haushalt mit durchschnittlichem Jahresverbrauch werde somit um rund 52 Euro brutto im Jahr entlastet. Der Grundpreis bleibe stabil. Das Unternehmen versorgt schwerpunktmäßig Kunden im Großraum Stuttgart.

Mit den gesunkenen Ölpreisen begründete auch der Oldenburger Anbieter EWE einen Rückgang der Gaspreise für Privathaushalte. Im Bereich Ems-Weser-Elbe sollen die Preise im Classic-Tarif zum 1. April um 8,9 Prozent fallen. Im Bereich Brandenburg/Rügen/Nord-Vorpommern ist ein um 8,5 Prozent niedrigerer Tarif geplant. Ein Haushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 30.000 Kilowattstunden kann nach Angaben des Unternehmens damit mehr als 140 Euro sparen.

manager-magazin.de mit Material von ap