Lkw-Allianz VW erhöht Scania-Beteiligung

Der Volkswagen-Konzern stockt seine Beteiligung an Scania auf. Die Wolfsburger erhöhten ihren Anteil am schwedischen Lkw-Bauer auf 20 Prozent - und können auf bis zu 49,99 Prozent gehen, ohne ein Pflichtangebot abgeben zu müssen.

Stockholm - Volkswagen  hat seine Beteiligung am schwedischen Lkw-Bauer Scania  aufgestockt. Der deutsche Autokonzern hält nun 20,03 Prozent der Aktien und 35,31 Prozent der Stimmrechte an Scania, wie VW am Mittwoch mitteilte. Bislang hielt VW 34 Prozent der Stimmrechte.

Volkswagen teilte mit, von der schwedischen Börsenaufsicht die Erlaubnis erhalten zu haben, seinen Anteil auf bis zu 49,99 Prozent zu erhöhen, ohne ein Pflichtangebot abgeben zu müssen.

Europas größter Autobauer ist Hauptaktionär von Scania und MAN  und bemüht sich um eine Dreierallianz, in die die Wolfsburger ihr Lkw-Geschäft einbringen wollen.

Der schwedische Scania-Großaktionär Investor  sieht durch die Erhöhung des VW-Anteils dagegen keine Änderung der Machtverhältnisse. "Wir sehen nicht, dass sich dadurch irgendetwas ändert bei Scania", sagte ein Investor-Sprecher in Stockholm. Investor arbeite bei dem Lkw-Bauer seit Jahren mit VW als Großaktionär zusammen und werde dies auch weiter tun. Das von VW angestrebte Zusammengehen Scanias mit MAN sehe Investor weiter nur als "Möglichkeit, aber nicht als Notwendigkeit". Die zur Familie Wallenberg gehörende Finanzholding Investor ist mit 20 Prozent der Stimmrechte zweitgrößter Scania- Einzelaktionär nach VW.

Am Dienstag war der neue VW-Chef Martin Winterkorn als neuer Vorsitzender des Scania-Aufsichtsrats vorgeschlagen worden. Er löst dort damit seinen Vorgänger an der Volkswagen-Spitze, Bernd Pischetsrieder, ab.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa