Analysten Empfehlungen vom Vormittag

SAP könnten noch auf 480 Euro steigen, meinen die Analysten von Goldman Sachs. Weiter im Blickpunkt aktueller Empfehlungen: Intertainment, DaimlerChrysler, Marseille-Kliniken.

Die Analysten der US-Investmentbank Goldman Sachs sehen die jüngsten Gewinnwarnungen bei den großen Software-Unternehmen eher als Ausnahme. Die Gewinnrückgänge oder sogar Verluste hingen mit dem "Y2K-Problem" zusammen. Dieses Problem werde in den nächsten tausend Jahren nicht mehr auftreten, meinen die Analysten spitz. Goldman Sachs sieht die Aktie von SAP weiter als "Outperformer" und bekräftigt das Kursziel von 480 Euro (aktuell: rund 400 Euro).

Intertainment: Kursziel 125 Euro (kant)

Wie erwartet seien die Zahlen von Intertainment für die ersten neun Monate ausgefallen, meint die kant!Vermögensmanagement. Der Gewinn pro Aktie wird nun für 1999 auf 0,70 Euro geschätzt und soll bis 2001 auf 2,95 Euro steigen. Im Jahr 2002 erwartet kant sogar 4,25 Euro Gewinn pro Aktie. Auf dem aktuellen Niveau sei die Aktie günstig bewertet und stelle einen der aussichtreichsten Werte im Nemax-50-Index dar. kant rät zu "Übergewichten" bei einem Kursziel von 125 Euro (aktuell: rund 90 Euro).

DaimlerChrysler: Auf "Kaufen" hochgestuft (Berenberg)

Nach der Dasa-Matra-Fusion wollten die Analysten der Berenberg Bank zwar nicht von höheren Gewinnen bei DaimlerChrysler ausgehen. Dennoch halten sie die Trennung von Nicht-Automobil-Bereichen für aussichtsreich. DaimlerChrysler partizipiere mit 30-prozentiger Beteiligung am EADS-Wachstum, habe dafür aber keine die finanzielle Nachschusspflicht. Die Aktie werde daher auf "Kaufen" hochgestuft.

Marseille-Kliniken: SCS-Abspaltung positiv (Berenberg)

Die gerade veröffentlichten Quartalszahlen der Marseille-Kliniken sind nach Ansicht der Berenberg Bank "wie erwartet" ausgefallen. In der Bilanzpressekonferenz am Freitag dürfte das Augenmerk eher auf der Abspaltung der Marseille-Tochter SCS Standard Computer Systeme liegen, sagte Cohrs im Gespräch mit der Nachrichtenagentur vwd. Die SCS werde voraussichtlich im nächsten Jahr an den Neuen Markt gebracht. Das Umtauschverhältnis liege bei zehn Aktien der Marseille-Kliniken für eine SCS-Aktie. Aus diesem Grund belässt Analyst Gunnar Cohrs seine Einschätzung bei "Kaufen".