Börsengang Versatel-Aktien zu Ostern

Ein Fünftel des deutschen DSL-Marktes gehört Versatel nach eigenen Angaben bereits, bis zu 40 Prozent sollen es bis Dezember werden. Damit ist ein wichtiges Kapitel der Story des Telekom-Konkurrenten geschrieben. Die ersten Aktien des bisher größten geplanten Börsengangs 2007 sollen Ostern gehandelt werden.

Düsseldorf - Der Telekommunikationsanbieter Versatel plant Finanzkreisen zufolge um Ostern seinen Börsengang. Am Montag berichteten verschiedene Nachrichtenagenturen, die sechs mit der Erstplatzierung beauftragten Banken bereiteten derzeit Studien über das Düsseldorfer Unternehmen vor.

Versatel, eigenen Angaben zufolge einer der Hauptherausforderer der Deutschen Telekom im DSL-Markt, gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Apax. Weder die Beteiligungsgesellschaft noch Versatel wollten die Informationen kommentieren.

Dem Konsortium gehören den Quellen zufolge die Deutsche Bank , JP Morgan und Credit Suisse  an. Außerdem seien die WestLB, Sal. Oppenheim und die Citigroup  in der Bankengruppe vertreten, sagten informierte Personen. In rund drei Wochen könne mit den Studien gerechnet werden, hieß es weiter. Bei Versatel habe es kürzlich eine entsprechende Unternehmenspräsentation für die Analysten gegeben. Das Datum für den Börsengang stehe zwar noch nicht fest. Angepeilt werde aber ein Termin um Ostern herum.

Eisbrecher für eine IPO-Welle?

Versatel wäre den Kreisen zufolge "Eisbrecher" für die Börsengänge großer Unternehmen in diesem Jahr. Erwartet werden 2007 auf dem Parkett unter anderem die Siemens-Tochter VDO, der Immobilienkonzern Deutsche Annington, der Maschinenbauer Tognum und der Mischkonzern RAG. Einem Bericht der "Börsenzeitung" zufolge könnte Versatel auf eine Bewertung von zwei Milliarden Euro kommen.

Versatel zählt sich zu den vier größten inländischen Festnetzanbietern mit eigener Infrastruktur. Die Marktabdeckung des Unternehmens, das etwa 1400 Mitarbeiter beschäftigt, soll von 20 Prozent (Mitte 2006) auf 35 bis 40 Prozent Ende 2007 erhöht werden.

Mitte 2006 betreute Versatel mehr als 600.000 Kunden und war in 170 Städten präsent. Im vergangenen Jahr sollte der Umsatz von 560 Millionen auf 670 Millionen Euro steigen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, ddp

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