HSBC Rekordgewinn trotz US-Debakel

Die HSBC hat im vergangenen Jahr trotz Problemen mit ihrem US-Hypothekengeschäft einen Rekordgewinn eingefahren. Der Vorsteuergewinn legte um 5 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar zu. Auch im laufenden Jahr rechnet das Geldinstitut mit guten Geschäften.

London - Europas größte Bank HSBC Holdings  hat im vergangenen Jahr ungeachtet der Probleme mit ihrem US-Hypothekengeschäft einen Rekordgewinn eingefahren. Der Vorsteuergewinn legte um 5 Prozent auf 22,1 Milliarden Dollar zu, wie das Institut am Montag in London mitteilte. Die Einnahmen kletterten den Angaben zufolge um 14 Prozent auf 70,1 Milliarden Dollar.

Wegen fauler Kredite bildete HSBC Rücklagen über 10,6 Milliarden Dollar - deutlich mehr als ursprünglich erwartet. Die Gesamt-Dividende will die Bank um elf Prozent auf 81 Cent je Aktie anheben. Abgeschwächt wurde das Wachstum durch die Probleme mit den Not leidenden Krediten im US-Hypothekengeschäft.

Für das laufende Jahr zeigte sich die gemessen am Marktwert drittgrößte Bank der Welt zuversichtlich. Das Wachstum auf vielen der wichtigsten Märkten dürfte sich fortsetzen, hieß es am Montag von der HSBC. Ein starkes Einnahmenwachstum werde im Commercial Banking und im Bereich Financial Sercices erwartet.

HSBC-Aktien legten in einem deutlich schwächeren Gesamtmarkt am Montag zwischenzeitlich knapp ein Prozent zu. Damit belief sich der Marktwert von HSBC auf rund 200 Milliarden Dollar. Händler hoben den positiven Ausblick hervor.

HSBC hatte vor etwa einem Monat überraschend eine Gewinnwarnung wegen seines US-Hypothekengeschäfts herausgegeben und hat daraus auch bereits personelle Konsequenzen gezogen.

manager-magazin. de mit Material von reuters, dow jones und dpa-afx

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