PC-Markt Dell enttäuscht beim Umsatz

Der US-Computerkonzern Dell hat im abgelaufenen Geschäftsquartal zwar mehr verdient als erwartet. Doch beim Umsatz enttäuschte der weltweit zweitgrößte PC-Hersteller und schickte seinen Aktienkurs damit ins Minus.

San Francisco - Wie Dell  am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte, betrug der Gewinn unter dem Strich 673 Millionen Dollar oder 30 Cent je Aktie. Analysten hatten hier durchschnittlich nur mit 28 Cent gerechnet. Der ausgewiesene Umsatz von 14,4 Milliarden Dollar blieb dagegen hinter den Marterwartungen von 14,7 Milliarden Dollar zurück. Auch die operative Gewinnmarge schrumpfte auf 5,5 Prozent von 5,7 Prozent im vorangegangenen Quartal.

Im nachbörslichen Handel legten Dell-Aktien zunächst etwa 3 Prozent zu, drehten dann aber schnell ins Minus und tendierten schließlich 1,7 Prozent schwächer bei etwa 22,60 Dollar.

Dell war im Jahr 2006 von Hewlett-Packard  (HP) als weltgrößter PC-Hersteller abgelöst worden. Der Konzern - der seine Computer anders als HP nur direkt an Endkunden verkauft - kämpft seit einiger Zeit mit den Folgen einer großen Laptop-Rückrufaktion sowie Beschwerden über den schlechten Service. Zuletzt geriet der einstige Börsenliebling auch wegen des Verdachts auf Bilanz-Unregelmäßigkeiten ins Visier der Staatsanwaltschaft. Ende Januar rückte nun Firmengründer Michael Dell persönlich an die Unternehmensspitze. Er soll Dell wieder auf die Erfolgsspur zurückbringen.

HP hatte vor etwa einer Woche seine Zahlen für das erste Geschäftsquartal vorgelegt und darin dank des boomenden Computergeschäfts eine Steigerung des Reingewinns um gut ein Viertel auf 1,55 Milliarden Dollar ausgewiesen. Dabei jagte der Konzern seinem Erzrivalen Dell weitere Marktanteile am PC-Markt ab.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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