Firmenjäger Übernahmegerüchte beflügeln SAP-Aktie

Die US-Beteiligungsgesellschaft Silver Lake will einem Medienbericht zufolge beim größten deutschen Softwarekonzern SAP einsteigen. Die Gerüchte über ein Angebot des Firmenjägers stützen den Kurs.

Frankfurt am Main - Wie die das Wirtschaftsmagazin " Wirtschaftswoche" am Donnerstag vorab unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, will Silver Lake "mindestens einen der SAP-Gründer Dietmar Hopp, Hasso Plattner und Klaus Tschira, die gemeinsam ein Drittel von SAP halten, zum Verkauf seiner Anteile bewegen". Der US-Investor bereite derzeit ein Angebot vor.

Sollte der Preis stimmen, seien die Gründer für ein Angebot prinzipiell aufgeschlossen, berichtete das Magazin weiter. Als Vermittler sei die Investmentbank J.P. Morgan eingeschaltet worden. Silver Lake sei für eine Stellungnahme nicht zu erreichen gewesen.

Wiederholt Gerüchte um mögliche Übernahmen

SAP wollte den Bericht nicht kommentieren. In den vergangenen Wochen hatte es am Markt wiederholt Gerüchte um eine mögliche Übernahme von SAP  durch einen Wettbewerber gegeben.

Genannt wurden dabei unter anderem Oracle und IBM. Die SAP-Aktie war am Donnerstag in einem schwachen Marktumfeld - der deutsche Leitindex Dax schloss mit einem Minus von 1,1 Prozent bei 6640 Punkten - der Top-Gewinner: Der Kurs legte um 3,8 Prozent auf 36,13 Euro.

Blackstone prüfte angeblich Angebot für Dax-Konzern

Im Handel wurde in diesem Zusammenhang auf einen Bericht in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Mittwochausgabe) verwiesen, dem zufolge der US-Finanzinvestor Blackstone eine Übernahme im DAX im Wert von 50 Milliarden Dollar geprüft, aber verworfen haben soll. " SAP könnte zu teuer gewesen sein, aber nach dem starken Rücksetzer des DAX und von SAP könnte sich diese Sicht wieder geändert haben", vermutete ein Händler.