Währungen Hedgefonds lösen Carry Trades auf

Der japanische Yen ist am Donnerstag zum Euro und zum US-Dollar deutlich gestiegen. Offenbar ziehen sich viele Hedgefonds aus ihren Spekulationsgeschäften, die den Yen in den vergangenen Wochen massiv belastet hatten, zurück.

Frankfurt am Main - Der Euro wurde am Donnerstag im Mittagshandel mit 155,38 Yen gehandelt. Im asiatischen Handel waren es noch 157,255 Yen. Der US-Dollar sank auf 117,54 Yen. Im asiatischen Handel waren es noch 118,88 Yen gewesen.

In den Handelsräumen bestimmten erneut die so genannten Carry Trades, die den Yen in den vergangenen Monaten teils massiv unter Druck gesetzt hatten, die Diskussionen. Viele Spekulanten hätten vor dem Hintergrund des Einbruchs an den Aktienbörsen begonnen, entsprechende Positionen aufzulösen, sagte ein Händler in Frankfurt.

Bei Carry Trades leihen sich Anleger Geld in niedrig verzinsten Währungen wie dem Yen und legen die Mittel in Hochzinswährungen wie Euro oder Dollar an.

Wegen der anhaltenden Verunsicherung an den Märkten - in China und Japan gingen die Aktienkurse am Donnerstagmorgen erneut auf Talfahrt - sei auch in den kommenden Tagen mit Unterstützung für den Yen zu rechnen.

Anleger warten nun auf neue Konjunkturdaten aus den USA. Im Laufe des Tages steht unter anderem der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA auf der Agenda (16 Uhr MEZ), dem die meisten Auguren die größte Bedeutung unter den frischen Daten beimesssen.