AfA Keine neuen Tabellen

Entwarnung für Dienstwagen-Käufer: Die umstrittene Verlängerung der Abschreibung werde nicht Gesetz, verspricht der Bundeskanzler. Die Tabellen seien noch nicht "von der Spitze des Hauses" gesehen worden.

Berlin - Die kursierenden Pläne zur Änderung der Abschreibungszeiträume werden nach Angaben von Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht umgesetzt. Die AfA-Tabellen seien "nicht von der Spitze des Hauses gesehen worden und werden deshalb auch keine Verordnung oder Gesetz", sagte Schöder auf dem Jubiläumskongress des Zentralverbandes des deutschen Kraftfahrzeuggewerbes am Donnerstag in Berlin.

Die Papiere seien von "findigen Journalisten" unter das Volk gestreut worden, ehe eine einzige Entscheidung darüber getroffen worden sei.

Zuvor war auch der Finanzminister von den Plänen abgerückt. Bei den neuen Tabellen habe es sich um Referenten-Entwürfe gehandelt, die routinemässig an die Verbände verschickt wurden. Im Finanzierungskonzept der CDU tauchen diese Tabellen allerdings auch auf.

Nach den Tabellen der Absetzung für Abnutzung (Afa) richtet sich die Abschreibungshöhe der Unternehmen, diese wiederum beeinflusst den Gewinn und damit die Steuerlast. Auslöser für die Änderung war ein Urteil des Bundesfinanzhofs, demzufolge nicht mehr die wirtschaftliche, sondern die normalerweise längere technische Nutzungsdauer zu Grunde gelegt werden soll.