Banken Neue Grossfusion in Japan

Die japanischen Großbanken Sumitomo und Sakura schließen sich zur zweitgrößten Bank der Welt zusammen. Kommt dazu noch eine vor Wochen angekündigte Mega-Fusion zustande, rutscht die Deutsche Bank auf Platz drei.

Osaka/Tokio - "Die beiden Banken haben sich auf eine umfassende Allianz und die Integration ihrer Geschäftsfelder geeinigt", sagte der Sprecher weiter. Sumitomo ist das drittgrösste Kreditinstitut Japans, Sakura hält Rang 5.

Der Merger wird vor allem als Vorteil für Sakura gesehen, die als vergleichsweise kleine Bank durch den zunehmenden Wettbewerb bedroht ist. Die Aktie ist in diesem Jahr das zweitbeste Wertpapier im Nikkei mit einem Plus von knapp 250 Prozent.

Mit der Fusion dürfte eine der größten Banken der Welt entstehen; bei einer zusammengerechneten Bilanzsumme des neuen Bankriesen von fast hundert Bill JPY würde sie den derzeitigen Branchenführer Deutsche Bank AG, Frankfurt, verdrängen.

Gelingt der zuletzt angekündigte Zusammenschluss zwischen Dai-ichi Kangyo Bank, Fuji Bank und der Industrial Bank of Japan, würde das daraus entstehende Unternehmen die am Donnerstag bekanntgegebene Fusion noch überflügeln.

Der aktuell beschlossene Zusammenschluss dürfte rund 10.000 Stellenstreichungen in den beiden Häusern mit sich bringen.

Fusionen sind im japanischen Bankgewerbe keine grosse Neuigkeit mehr. Von den derzeit 18 Instituten sollen langfristig allenfalls 6 bis 7 übrig bleiben, erwarten Analysten. Die meisten Banken leiden noch unter faulen Krediten, die seit dem Zusammenbruch der Immobilienhausse die Bilanzen belasten.

Auf der anderen Seite droht ihnen zunehmender Wettbewerb durch die Öffnung des japanischen Finanzgewerbes für bislang branchenfremde Anbieter wie Sony, die diese finanziellen Belastungen nicht haben.