China Kurssturz in Shanghai

Die Börse in Shanghai ist am Dienstag um knapp 9 Prozent eingebrochen - zuvor hatte der Index ein Rekordhoch erreicht. Das vorläufige Ende der Börsenparty veranlasste Börsenmitarbeiter, den Handel kurzerhand einzustellen. Auch deutsche Anleger nehmen Geld vom Tisch.

Shanghai - Der rasante Gipfelsturm der vergangenen Wochen fand heute ein unsanftes Ende. Nach einem Rekordschluss am Vortag ist die Börse in Shanghai am Dienstag um fast neun Prozent abgesackt. Nach Angaben von "Shanghai Daily" war es der höchste Verlust an einem Tag seit zehn Jahren.

Der Shanghai Composite Index fiel um 8,8 Prozent auf 2771 Punkte bei Börsenschluss. Am Vortag hatte die Börse zum ersten Mal über 3000 Zählern geschlossen.

Angesichts dieser Kursschwäche verlor auch der Börsenbetreiber die Lust: Die Börse schloss am Dienstag früher als üblich. Auf Anfrage konnten Mitarbeiter der Börse dafür keine Gründe nennen.

Vor allem die Aktien von chinesischen Fluggesellschaften hatten wegen gestiegener Rohölpreise stark verloren. Aktien der Air China ließen um 9,9 Prozent nach, Wertpapiere der China Eastern Airlines erreichten sogar das tägliche Limit von 10 Prozent Kursverlust.

Der Kursstrutz in Schanghai wirkte sich auch auf den gesamten asiatischen Markt aus. In Hong Kong schloss der Hang Seng  knapp zwei Prozent schwächer.

Die schwachen Vorgaben aus Asien haben auch im Dax  für kräftige Gewinnmitnahmen gesorgt. Bis zum Mittag verlor der Index knapp 100 Punkte (1,4 Prozent) auf 6935 Zähler.

manager-magazin.de mit reuters/ap/dpa

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