Henkel Langsamer voran

Der Markenartikler Henkel hat 2006 so viel Geld verdient wie selten in der mehr als 130-jährigen Firmengeschichte. Entsprechend gut hat sich der Aktienkurs entwickelt. Grund genug für den Vorstand, einen Aktiensplit anzukündigen - und nebenbei für 2007 ein niedrigeres Gewinn- und Umsatzwachstum.

Düsseldorf - Henkel  hat im vergangenen Jahr bei Gewinn und Umsatz ein kräftiges Plus verbucht. Der Jahresüberschuss wuchs 2006 nach Unternehmensangaben vom Dienstag um 13,1 Prozent auf 871 Millionen Euro, der Umsatz um 6,4 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Deshalb soll die Ausschüttung an Besitzer von Henkel-Vorzugsaktien von 1,36 Euro im Vorjahr auf 1,5 Euro angehoben werden, die Dividende der Stammaktionäre von 1,30 auf 1,44 Euro.

Das Unternehmen verkauft beispielsweise Waschmittel der Marke Persil und Körperpflegeprodukte unter dem Reklamenamen Schwarzkopf.

Weil die Henkel-Aktie im Vergleich zu anderen deutschen Werten ein hohes Kursniveau hat - der Titel beendete am Montag den Xetra-Handel mit 115,43 Euro - kündigte das Unternehmen zudem einen Aktiensplitt an, bei dem es für jeden Anteilsschein drei neue Aktien gibt.

"Damit soll die Henkel-Aktie insbesondere für Privatanleger attraktiver werden", sagte Henkel-Chef Ulrich Lehner. Die Vorzugsaktie des Konzerns, die am Montag mit 115,43 Euro je Stück aus dem Handel ging, gehöre zu den Werten mit den höchsten Kursen im Dax.

Für das laufende Jahr rechnet das Henkel-Management allerdings ein langsameres Wachstum als 2006. Ohne Zukäufe und Währungseffekte erwarte Henkel für 2007 ein Umsatzwachstum von 3 bis 4 Prozent nach 6 Prozent im Jahr zuvor, bekräftigte das Unternehmen.

Das operative Ergebnis (Ebit) und das Ergebnis je Vorzugsaktie sollen stärker wachsen als der Umsatz, hieß es. 2006 waren beide Gewinngrößen im zweistelligen Prozentbereich gewachsen.

manager-magazin.de mit Material von dpa, dpa-afx und reuters

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