Schwarz Pharma Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Der Medikamentenhersteller, der vom belgischen Pharmakonzern UCB übernommen wurde, ist 2006 in die Gewinnzone zurückgekehrt. Für das laufende Jahr wird jedoch ein deutlicher Umsatzrückgang erwartet.

Monheim - Wie Schwarz Pharma  am Montag mitteilte, wurde nach einem Minus von 54 Millionen Euro im Jahr 2005 im vergangenen Jahr ein Überschuss von zwölf Millionen Euro erwirtschaftet.

Damit übertraf das Unternehmen sowohl das eigene Ziel, ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, als auch die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Überschuss von 5,3 Millionen Euro gerechnet hatten.

Der Umsatz habe sich 2006 im Vergleich zum Vorjahr um annähernd ein Prozent auf 1,0 Milliarden Euro erhöht. Für dieses Jahr erwartet das Unternehmen, das zu rund 90 Prozent im Besitz des belgischen Pharmakonzerns UCB ist, einen Umsatzrückgang auf bis zu 800 Millionen Euro.

Den für 2007 erwarteten Rückgang begründete das Unternehmen vor allem mit dem rückläufigen Geschäft in den USA. Schwarz Pharma erwarte 2007 zudem hohe Aufwendungen, um das US-Geschäft zu restrukturieren.

Um dennoch wieder ein positives Jahresergebnis zu erreichen, sehe die Planung "Produktverkäufe oder Partnerschaften" vor, heißt es im Ausblick des Unternehmens. Wie im Vorjahr sollen die Aktionäre mit einer Dividende von 0,20 Euro je Aktie am Ergebnis beteiligt werden.

Ende September 2006 hatten die Hauptgesellschafter von Schwarz Pharma mit UCB die Übernahme vereinbart. Die Kartellbehörden haben der annähernd 4,4 Milliarden Euro schweren Übernahme von Schwarz Pharma durch UCB mit weltweit 4400 Mitarbeitern zugestimmt.

manager-magazin.de mit Material von dpa