Deutsche Post Wachstum aus eigener Kraft ist das Ziel

Die Deutsche Post hat im Jahr 2006 den Umsatz durch Zukäufe zwar deutlich gesteigert. Mit dem Abbau seiner Beteiligung an der Postbank verdiente der Konzern unter dem Strich aber weniger als vor Jahresfrist. Die Dividende soll gleichwohl steigen.

Düsseldorf - Der Umsatz stieg unter anderem durch die Übernahme des Logistikers Exel  um 35,8 Prozent auf 60,5 Milliarden Euro, teilte die die Deutsche Post  am Donnerstag in Bonn mit. Das Betriebsergebnis (Ebit) sei auch durch Einmal-Effekte um 2,9 Prozent auf 3,87 Milliarden Euro gestiegen. Unter dem Strich verdiente der Konzern nur noch 1,92 (2,24) Milliarden Euro. Die Dividende für 2006 soll trotz des Gewinnrückgangs auf 0,75 (0,70) Euro je Aktie steigen.

Ihre Ziele für 2006 hat die Post damit erreicht: Der Konzern hatte einen Umsatz in der Größenordnung von 60 Milliarden Euro und ein Ebit von rund 3,9 Milliarden Euro angepeilt. Bis 2009 will der Konzern den operativen Gewinn nach früheren Angaben auf mindestens fünf Milliarden Euro steigern.

Logistik- und Express-Sparte verbessern sich deutlich

Die Briefsparte blieb bei der wichtigen Kennzahl Ebit trotz der starken Konkurrenz im Heimatmarkt mit 2,054 Milliarden Euro konstant. Stark verbessern konnte sich die Logistiksparte, die das Ebit dank der Übernahme der britischen Exel auf 762 Millionen Euro verdoppelte. Hier hatten Analysten mit 750 Millionen Euro gerechnet.

Die Expresssparte, welche das defizitäre US-Geschäft beinhaltet, verbesserte das Ebit von minus 23 auf plus 325 Millionen Euro. Damit fiel das Ergebnis dieser Sparten besser aus als erwartet. Express-Chef John Mullen hatte für 2006 operativ eine Ergebnisverbesserung der weltweiten Sparte um 150 bis 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Nach den milliardenschweren Zukäufen der Vergangenheit setzt der Konzern nun auf Wachstum aus eigener Kraft. Die Post sei die Nummer eins in der weltweiten Logistik, erklärte Konzernchef Klaus Zumwinkel am Donnerstag bei der Vorlage erster Geschäftszahlen für 2006. "Nun hat organisches Wachstum oberste Priorität." Die Post hatte unter anderem den britischen Logistikkonzern Exel und den Baufinanzierer BHW übernommen.

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