Rekordzahlen Conti auf der Überholspur

Das fünfte Rekordergebnis in Folge - für Continental läuft das Geschäft hervorragend. Der Konzern plant weiteres Wachstum ein und fasst neue Übernahmen ins Auge.

Frankfurt am Main - Der Autozulieferer Continental  hat 2006 erneut Bestmarken bei Umsatz und Ergebnis erzielt und legte damit zum fünften Mal in Folge zu. Wie der Konzern am Donnerstag mitteilte, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nach vorläufigen Zahlen um 7,6 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 6,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.

Umsatztreiber war erneut die Sparte Automotive Systems (CAS), die elektronische Brems- und Stabilisierungsprogramme (ABS und ESP) herstellt. Die von Motorola  übernommene Autoelektronik trug 528,4 Millionen Euro zum Umsatz bei. In der traditionellen Sparte Pkw-Reifen erzielte Conti einen Umsatz von 4,69 Milliarden Euro, das ist ein Plus von 5,6 Prozent.

Die Dividende soll auf zwei Euro je Aktie verdoppelt werden. "Continental wird 2007 erneut draufsatteln", sagte Konzernchef Manfred Wennemer. "Wir gehen dabei von einer insgesamt stabilen Automobilkonjunktur aus sowie von einer Stabilisierung der Rohstoffpreise auf hohem Niveau." Die höheren Rohstoffpreise für Öl und Naturkautschuk hätten 2006 zu Zusatzkosten von 316 Millionen Euro geführt.

Der Konzernumsatz werde im laufenden Jahr durch die übernommene Autoelektroniksparte Motorola wachsen, sagte Wennemer. "Darüberhinaus erwarten wir auch organisches Wachstum von mindestens 5 Prozent." Auch das Ebit will der Konzern steigern. Zudem sei eine Reduzierung der Finanzschulden geplant.

Conti bekräftigte sein Interesse an einer Übernahme der Siemens-Autozulieferersparte VDO bekräfigt. Conti sehe in einem solchen Schritt große Vorteile für Großkunden und den Standort Deutschland, sagte Wennemer. Conti könnte eine Übernahme von VDO finanziell "stemmen". Es sei aber allein die Entscheidung von Siemens , welche Schritte in Sachen VDO gegangen werden sollen. Siemens hatte angekündigt, VDO an die Börse bringen zu wollen. Die Aktie stieg nach Vorlage der Zahlen am Donnerstagmorgen um 1,9 Prozent auf 101,69 Euro.

manager-magazin.de mit Material von dpa, dpa-afx, reuters und dow jones

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