Aareal Bank Wieder in den schwarzen Zahlen

Die Aareal Bank hat im Jahr 2006 unter dem Strich wieder schwarze Zahlen geschrieben und die Analysten-Erwartungen übertroffen. Der Immobilienfinanzierer profitierte vor allem von einer deutlich geringeren Risikovorsorge. Jetzt sollen die Aktionäre wieder eine Dividende erhalten.

Frankfurt am Main - Unter dem Strich stand nach vorläufigen Zahlen ein Gewinn von 107 Millionen Euro, wie das Wiesbadener Institut am Mittwoch mitteilte. 2005 hatte die Bank einen Verlust von 55 Millionen Euro ausgewiesen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Überschuss von 98 Millionen Euro gerechnet.

Grund für den Ergebnisanstieg war vor allem eine deutlich gesunkene Risikovorsorge für faule Kredite. Sie ging 2006 auf 89 Millionen von 273 Millionen Euro im Vorjahr zurück. Der größte Ertragsbringer der Aareal Bank , der Zinsüberschuss, sank allerdings um mehr als 7 Prozent auf 389 Millionen Euro. Einen Ausblick auf das laufende Jahr gaben die Wiesbadener zunächst nicht. Aareal-Chef Wolf Schumacher erklärte lediglich, die Bank sehe sich für die Zukunft sehr gut gerüstet.

Neugeschäft kletterte um 40 Prozent

Vor Steuern verdiente die Aareal-Bank im vergangenen Jahr 160 Millionen Euro, wie die im MDax  notierte Gesellschaft am Mittwoch weiter mitteilte. Positiv konnte die Bank im Neugeschäft überraschen. Es sei um 40 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro geklettert. "Es lag damit deutlich über dem im November angehobenen Jahresziel von mehr als acht Milliarden Euro. Auf das internationale Geschäft entfielen davon insgesamt 84 Prozent", hieß es.

Für das vergangene Jahr will das Unternehmen wieder eine Dividende an seine Aktionäre zahlen. Die Bank plane eine Ausschüttungsquote zwischen 20 und 25 Prozent, sagte ein Banksprecher am Mittwoch. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte zu Reuters, Aareal Bank wolle ihren Anteilseignern eine Dividende von 50 Cent je Aktie bezahlen. Die Aktionäre waren in den vergangenen Jahren leer ausgegangen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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