Bayer Agenten aus Leverkusen?

Ein leitender Manager soll Berichten zufolge "Ausspählisten" geführt und Mitarbeiter auf der Jagd nach Patentbetrug mit illegalen Methoden beauftragt haben.

Leverkusen - Die Bayer hat jahrelang die Konkurrenz ausspioniert. Das behauptet das Magazin "Stern". Danach beschäftigte Bayer Mitarbeiter, die auf der Jagd nach Patentbetrug bei Wettbewerbern spionierten und Gesetze brachen.

Dem Magazin liegen angeblich mehrere 100 Seiten Dokumente vor, die Aktionen der 1997 nach einem Einbruch im zypriotischen Unternehmen Medochemie festgenommenen Briten Michael Flack und Paul Whybrow im Auftrag von Bayer beschreiben.

Die Dokumente belegten, dass die Briten ihre Aufträge seit Dezember 1995 direkt aus der Bayer-Zentrale vom leitenden Bayer-Manager Steve Smith erhalten haben, schreibt das Blatt. Smith habe "Ausspählisten" geführt, auf denen auch 24 Unternehmen aus Deutschland genannt worden seien.

Bayer-Sprecher Thomas Reinert habe dem Magazin gegenüber die Vorwürfe bestritten. Wenn illegale Methoden angewendet worden seien, dann sei dies ohne Kenntnis und Billigung des Unternehmens geschehen, habe Reinert erklärt.