Chrysler-Sanierung DaimlerChrysler zieht Dax auf Rekordhoch

Um 12 Uhr verzeichnete der Chart DaimlerChrysler-Aktie einen nahezu senkrechten Strich nach oben - nach der Eröffnung unter 50 Euro legte die Aktie zunächst zwei Euro zu. Das Adhoc-Signal für eine mögliche Abspaltung von Chrysler wurde von den Investoren positiv honoriert.

Auburn Hills/Frankfurt am Main - Ein Verlust von anderthalb Milliarden Dollar im dritten Quartal 2006 und ein Absatzrückgang von 7 Prozent - die US-Tochter von DaimlerChrysler  lastet schwer auf der Bilanz des Stuttgarter Konzerns.

Erleichterung machte sich daher auf dem Parkett breit, als die Adhoc-Mitteilung DaimlerChryslers herauskam, laut der der Konzern "alle Optionen" zur Zunkunft von Chrysler prüfen werde.

Von weniger als 50 Euro sprang der Aktienkurs binnen Minuten auf mehr als 51,50 Euro, in der Spitze betrug der Wertzuwachs 4,6 Prozent. Händler erklärten, dass die Anleger dabei nicht alle auf einen Verkauf des von neun Jahren übernommen Konzerns setzten. "Es hatte sich in den vergangenen Wochen ein Handlungsdruck für das Management aufgebaut - nun gibt es deutliche Anzeichen, dass durchgreifende Maßnahmen ergriffen werden", sagte ein Händler. Das genügte, um die DaimlerChrysler-Aktie blitzschnell an die Spitze des Dax zu katapultieren.

Ein anderer Händler sagte zu den Äußerungen des Unternehmens: "Eigentlich ist es nichts Neues, aber die Meldung riecht nach Verkauf, und das ist sehr positiv." Einige Fonds schienen sich nun in der Aktie zu positionieren. Möglich ist, dass die Aktie bereits am Nachmittag erneut stark auf eine Unternehmensmeldung reagieren wird - dann gibt DaimlerChrysler seine Jahreszahlen bekannt.

manager-magazin.de mit Material von dpa